Ich rege an, supervidiere/coache, unterrichte und bilde fort.

Möglichkeiten (er-)finden: Gut leben, wirksam arbeiten und sich verstehen | Michael Veeser-Dombrowski

Getreu meinem Motto
teile ich Ideen und Erfahrungen mit Ihnen und rege an.

Finden Sie hier das Passende:

Ich berate

in Supervision und Coaching – in unterschiedlichen Formaten – für die

  • Erweiterung Ihres Überlicks und Ihrer Entlastung
  • Erweiterung Ihrer Handlungsmöglichkeiten
  • Erweiterungen Ihrer Entwicklungschancen für Sie und Ihre Arbeitsgruppen, Teams oder Kollegien.

Ich unterrichte und fördere Schulentwicklung

Dazu finden Sie hier Ideen, Protokolle und Reflexionen meines Unterricht, kollegiale Anregungen und Material für den eigenen Unterricht

Ich bilde fort

Menschen, Teams, Kollegien, die mit anderen arbeiten, für

  • gelingende Selbststeuerung
  • gutes Leiten, Lehren und Unterrichten
  • Entwicklung passender Routinen

Das große Hintergrundthema ist „lernen“.

Menschen können immer weiter lernen. Damit dürfen wir rechnen und ich nutze und gestalte diese Möglichkeiten – gerne mit und für Sie.

Kurz-Information zur Supervision/Coaching

Supervision und Coaching verstehe ich als einen verabredeten und begleiteten Such-, Er-Finde- und Lernprozess zu für Sie passenden Antworten, Lösungen und Perspektiven Ihrer Entwicklung.

Dabei habe ich die gelegentliche Verzögerung und Genauigkeit als hilfreich entdeckt:
Lieber nicht vorschnell behaupten, verstanden zu haben, sondern nochmals prüfen und nach-fragen,
die Blickwinkel wechseln und Verhaltensweisen erproben.

Mein zweites Motto und mein Ziel:

Arbeiten, Lernen, kooperieren und leiten können Freude
und Zufriedenheit bereiten. –
Wer etwas gerne tut und weiter lernt, wird es oft
– im Laufe der Zeit – mit hoher Qualität tun.

Ich freue mich, wenn Sie durch diese Seite angeregt werden.

Sollten Sie Fehler entdecken, bin ich für einen kurzen Email-Hinweis sehr dankbar.

Zum Unterrichtsblog geht es hier entlang:

Blog zum Religionsunterricht von M. Veeser-Dombrowski.

Fragen beantworte ich gerne

Stellen Sie mir diese gerne per E-Mail und ich werde sie
– wenn und sobald ich kann – beantworten.

^ nach oben ^

zuletzt bearbeitet am 26. September 2019      zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

anspruchsvoll entscheiden: systemisch konsensieren mit acceptify

Kurzfassung

Mehrheitsentscheidungen führen immer wieder zu unangenehmen Wirkungen.

Machtspiele sind lästig und langfristig schädlich.

Den Konsens in einem Gespräch zu suchen, kann anstrengend sein!

Ein pfiffiger Perspektiven-Wechsel führt zu unerwartet hoch akzeptierten Lösungen: durch „konsensieren“.

Jetzt gibt es eine leistungsfähige online-Werkzeug für dieses Verfahren: acceptify.at

Mehrheitsentscheidungen haben deutliche Nachteile.

Immer wieder wird begründet bezweifelt, ob die üblichen Mehrheitsentscheidungen günstig sind, denn es gibt häufig „Verlierer“ oder taktisch Unterlegene.

Dank an den Hinweisgeber

Im Januar 2017 wurde ich durch meinen aufmerksamen, ständig neue Ideen findenden Freund Gunnar Thörmer auf eine interessante Alternative aufmerksam:

Das SK-Prinzip oder „konsensieren“

Im privaten Bereich und in kleinen Gruppen geben wir uns normalerweise Mühe, eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung – also einen guten Konsens – zu finden. Die Schäden an den Beziehungen wären sonst einfach zu hoch.

Wie kann dieses Prinzip auch für größere Gruppen mit verträglichem Aufwand angewendet werden?
Wir suchen auch dort Lösungen, die für die allermeisten Fälle ohne „Verlierer“ oder „Überstimmte“ ausgehen könnten.

Der Dreh: Die Perspektive wird auf die Widerstände gegen die einzelnen Optionen gewendet. Das heißt, die normalerweise schwarz-weiß unterscheidende Mehrheitswahl wird in Stufen aufgebrochen.
Jede Lösungsmöglichkeit wird nach „Widerstand“ auf einer Skala von
00 (ohne Widerstand = eine mögliche Ja-Stimme im Mehrheitswahlmodus) bis
10 (geht gar nicht = mögliche Nein-Stimme im Mehrheitswahl-Modus)
bewertet und anschließend verrechnet.

Vorteile

  • In einer ersten Zwischenphase können weitere Lösungen oder Lösungsvarianten vorgeschlagen werden. Damit ergibt sich eine deutliche Steigerung der Beteiligungsmöglichkeiten.
  • Der Charme dieser Vorgehensweise ist, dass man mit diesem Verfahren mehrere Ja- oder Nein-Stimmen und auch noch alle Abstufungen dazwischen zu allen zur Auswahl stehenden Möglichkeiten abgeben kann.
  • Die Konsens-Lösungen werden sehr gut von allen aus der Entscheider-Gruppe akzeptiert.
  • Allermeist gibt es keine „Verlierer“; alle sind am erfolgreichen Konsens beteiligt. (Manchmal ist eine Moderation sinnvoll.)
  • Der Fokus wird durch das Verfahren auf kreative und sinnvolle Lösungen und weg vom reinen Macht-Erhalt verschoben. (Darum kann man das Verfahren mit Recht „systemisch“ nennen.)

Nachteile

  • Das Verfahren entspricht nicht unseren eingeübten Wege und Erwartungen. Es bedarf einer Hin- und Einführung.
  • Es ist aufwändig (zeitlich und inhaltlich).
  • In den meisten Geschäftsordnungen von Entscheidungsgremien sind Mehrheitsentscheidungen als Standard-Verfahren festgelegt. Daher muss nach dem Konsensieren noch ein formaler Mehrheitsbeschluss über die einvernehmlich gefundene Lösung herbeigeführt werden.
    (Das sollte dann auch kein wirkliches Problem mehr darstellen.)

Jetzt ein gibt es ein leistungsfähiges online-Tool

Meine ersten Tests in 2017 mit https://www.konsensieren.eu/de/ sind positiv verlaufen. Inzwischen habe ich das Verfahren vielfach erproben. Beispielsweise wurde es bei Entscheidungen über Wahl-Themen im Unterricht einsetzt. Manchmal waren allerdings entweder das Schulnetz oder die Server des Anbieters – oder gar beide – überfordert,

Seit einiger Zeit gibt es ein offensichtlich leistungsfähigeres Nachfolge-Werkzeug: acceptify

Bin gespannt auf Ihre Erfahrungen und Einschätzungen.

Freue mich über Kommentare und besonders über Erfahrungsberichte.

zum Anfang des Artikels

Weiterführende Links


ursprünglich veröffentlicht im Januar 2017;
überarbeitet am 27.07.2019 / 14.30 Uhr      zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Als Hobby-Webmaster erfolgreich

Geschafft!

Das neue Online-Verzeichnis von dgsv-anerkannten Supervisor*innen rund um Freiburg ist fertig.

Vor 30 Jahren hat sich der Verein FVS zur Förderung der Supervision zusammen geschlossen. Jahrzehnte lang wurden die Verzeichnisse der Berater*innen gedruckt. Jetzt gibt es dieses Verzeichnis nur noch online – und immer aktuell.

Meine aufwändige Arbeit war es heute, die Auswahlkriterien zu aktualisieren:

voller Einsatz mit drei Geräte: Input; Arbeitsbildschirm und Dokumentation nebeneinander

Mir macht so etwas Freude. Meine Kolleg*innen aus dem Verein sind froh, dass sie jemand haben, der das „Gefrickel“ auch noch mit – wenigstens zeitweiser – Begeisterung bewältigt.

Jetzt ist es allerdings gut: Mein Bedarf an Webmasteraufgaben für diese Woche ist gedeckt.
Und ich bin stolz, soweit gekommen zu sein.

Danke auch an die Dienstleister von der Internetagentur NOVA in Karlsruhe für Ihre tolle Arbeit. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht und war erfolgreich.

zuletzt bearbeitet am 3. Mai 2019 / 11:41 h      zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Andere könnten recht haben (Wandel lernen – 9)

Zusammenfassung der Shruggie-Haltung

Leben wir unaufgeregt und realistisch
mit der Überforderung angesichts der Komplexität:

Wir können die Welt nicht überblicken und die meisten Prozesse nicht steuern!

Rechnen wir humorvoll und zuversichtlich
mit einer guten Zukunft.
Handeln wir, wo wir es können.

Ein realistischer Blick auf die komplexe Welt

Wir leben in einer Wachstumsgesellschaft.
Es „wachsen“:

  • Wirtschaftsleistung
  • verfügbares Wissen
  • Freiheitsgrade
  • Energiebedarf
  • Umweltbelastung
  • Unübersichtlichkeit
  • und Unsicherheit.

Ein gängiger Bewältigungs-Versuch ist die Reduktion der Komplexität durch das feste, zuweilen fanatische Behaupten einer – meistens – einfachen Wahrnehmung, Meinung oder Deutung.

Was, wenn Kontrolle eine Illusion ist?

Wenn wir uns die Begrenzungen unserer Lösungsansätze eingestehen?

Wie ändert sich das Bild der Welt, wenn wir sie realistisch anschauen und unsere Wahrnehmungen von Wunschdenken oder Größenphantasien befreien?

¯\_(ツ)_/¯-Haltung: Gelassen und humorvoll mit Komplexität rechnen.

Mit der ¯\_(ツ)_/¯-Haltung können wir entspannt und gelassen in die Welt blicken. – Diskussionen können friedlich und entspannt verlaufen.

Wir haben keine bewährten Verfahren und kaum angemessene Sprache für den Umgang mit Komplexität und tasten uns langsam und mühsam heran.
Tatsächlich neigen wir zu sprachlich linearen Darstellung.

Komplexität entsteht andererseits aus der Gleichzeitigkeit sehr unterschiedlicher Phänomene mit ganz unterschiedlichen Logiken, ist demnach genau nicht linear beschreibbar.

Das ist herausfordernd, teilweise verwirrend. Manchmal wird es unangenehm empfunden und fordert „Überforderungsbewältigungskompetenz“. Das ist die Übersetzung des Fachbegriffs „Ambiguitätstoleranz“: Wir sind genötigt, die Gleichzeitigkeit von vielfältigen Widersprüchlichkeiten auszuhalten.

Wie wäre es mit:

  • humorvoll mit den Schultern zu zucken
  • uns der begrenzten Reichweite eigener Einsicht einzugestehen
  • probeweise zu handeln
  • dabei realistisch zu sein
  • und auf eine gute Zukunft zu hoffen.

Dafür gibt es im Netz das Emoticon „Shruggie“:

shruggieEine alte Weisheit

In meiner Studienzeit lernte ich die Werke von Hans-Georg Gadamer über die Wissenschaft vom Verstehen, die Hermeneutik, kennen.
Herrn Gadamer wird als Haltung für erfolgreiches Verständnis der Satz „Der andere könnte Recht haben.“ zugeschrieben.

Respekt gegenüber den Beweggründen des Gegenübers als Chance

Darauf kann man mit der Hintergrundweisheit der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) ankoppeln: Alle menschlichen Handlungen werden von Bedürfnissen angetrieben. Wenn wir uns dahin empathisch einfühlen, können wir verstehen und Lösungen er-finden.

Es ist erstaunlich, welche Spiel- und Handlungsräume sich aus der ¯\_(ツ)_/¯-Haltung ergeben.

zum Anfang des Artikels

Weiterführende Links

zuletzt bearbeitet am 7.03.2019 / 10:11 Uhr       zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Sommerpause

Wünsche alle Besucher*innen, dass Sie die Sommerpause genießen und sich gut erholen können.

Welche Bilder sind hilfreich?

Zusammenfassung

Wer Feuer und Flamme ist,
kann sich auch verbrennen oder ausbrennen.

Bilder entwickeln manchmal ein ungewolltes Eigenleben.

Wofür brennst Du?

Der Ausgangspunkt meiner Überlegungen zu diesem Thema war eine Diskussion zwischen Lehrkräften. Dort wurde das Feuer-Bild verwendet:

„Wofür brennst Du?“

Luke Porter
hat dieses Bild zur freien Nutzung auf Unsplash veröffentlicht. Danke.

Das Bild für den Hauptantrieb oder die Mission eines Mitmenschen scheint verständlich: Feuer wärmt und kann weiter gegeben werden. Manchmal sprechen wir auch von „Fackelträgern“ und meinen damit eine ansteckende und inspirierende Person, die für eine Idee sehr überzeugend eintritt.

Das Feuer-Bild halte ich für gefährlich

Zum selben Wortfeld gehört auch Verbrennen, Ausbrennen und der inzwischen in Mode gekommene populär-medizinische Sammelbegriff „Burnout“.

Welche Bilder nutzen wir?

Das bringt mich zur Frage, mit welchen Bildern wir von uns und uns Wichtigem sprechen.

Die Antwort ist nicht beliebig, sondern durchaus bedeutsam, weil Bilder mächtige Bestandteile der Wahrnehmung und sprachlicher Verständigung sind.

Dazu habe ich neulich einen wunderbaren Buchtitel entdeckt:

„Glauben Sie ja nicht, wer Sie sind!“

Copyright Illustration: Lisa Höfner, 2017.
Quelle: Höfner, E. Noni: Glauben Sie ja nicht, wer Sie sind!
Grundlagen und Fallbeispiele des Provokativen Stils. Heidelberg, Carl-Auer Verlag, 4. Aufl. 2016

Für mich bedeutet dieser Buchtitel, dass wir mit unseren Bildern von uns selbst, anderen und Inhalten, die uns beschäftigen, unsere Wahrnehmungen und Entwicklungen begrenzen können.

Hinterfragen wir sie nochmals!

Der Inhalt des Buches ist übrigends auch empfehlenswert, wenn auch herausfordernd – oder gerade deshalb.

Herbst, Advent und Weihnacht und die Zeit zwischen den Jahren können Mußezeiten sein.

Diese Zeit und die Jahreswende können dazu einladen und Gelegenheiten sein, über unsere Vorstellungen und Bilder nochmals nachzusinnen, sie zu überprüfen und eventuell andere zu wählen.

So wünsche ich mögliche Unterbrechungen,
Muße und Erholung
und einen guten Start in das neue Jahr 2018!

zum Anfang des Artikels

Weiterführende Links

  • Unsplash – eine Quelle hoch aufgelöster, gemeinfreier Bilder
  • DIP (Deutsches Institut für provokative Therapie), München

zuletzt bearbeitet am 30.11.2017 / 18:30 h      zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht