Willkommen

Hier geht es hauptsächlich um drei Themen:

  1. die übergreifenden Themen lernen und sich entwickeln
  2. Supervision/Coaching und Fortbildung
    für alle, die mit anderen Menschen arbeiten
  3. Unterricht und schulisches Umfeld: eigene Reflexionen, kollegiale Anregungen und Material für den eigenen Unterricht

Diese Seite ist inzwischen sehr materialreich

und manchmal suche ich auch selbst nach dem passenden Text oder Link.
Hilfreich für eine gezielte Navigation sind die Sitemap und die

Such-und Finde-Funktion:

Kurz-Information zur Supervision/Coaching

Supervision und Coaching verstehe ich als einen verabredeten und begleiteten Such-, Er-Finde- und Lernprozess von eröffnenden Fragen zu passenden Antworten, Lösungen und Perspektiven Ihrer Entwicklung.

Mein Motto und Ziel:

Lernen, kooperieren und leiten können Freude
und Zufriedenheit bereiten. –
Wer etwas gerne tut und weiter lernt, wird es oft – im Laufe der Zeit – mit hoher Qualität tun.

Ich freue mich, wenn Sie durch diese Seite angeregt werden.

Sollten Fragen offen bleiben, so stellen Sie mir diese gerne per E-Mail und ich werde sie – wenn und sobald ich kann – beantworten.

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zuletzt bearbeitet am 10. August 2017      zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Unterrichtsinhalte darstellen und am Schluss wiederholen (Profession Lehrkraft – 23)

Der Wunsch nach Ergebnissicherungen

Beim Auswerten des zurückliegenden Schuljahres stieß ich auf mehrfach wiederholte Wünsche meiner Schülerinnen und Schüler aus dem Technischen Gymnasium nach mehr gemeinsamen Ergebnissicherungen.

Tatsächlich baue ich meine Unterrichtssituationen nach dem konstruktivistischen Lernverständnis auf und da sind gemeinsame Ergebnissicherungen genau nicht zielführend.

Was steckt hinter dem nachdrücklich geäußerten Wunsch?

Tatsächlich könnte sich dahinter der Wunsch nach mehr Über- und Durchblick durch den zuweilen abstrakten und auch komplexen Stoff des Oberstufen-Stoffes in Religion verbergen.

Anregung: Advance Organizer

Durch den Blogbeitrag eines didaktisch gründlich denkenden, jungen Kollegen über die Methode „Advance Organizer“ bin ich zu Experimenten angeregt worden.
Hatte ich auch schon eingesetzt und dann wieder vergessen.

Übersicht am Anfang und Wiederholen am Ende

Nun werde ich diesen Impuls wieder aufgreifen und dadurch eine Klammer um meinen Unterricht bauen: Schon früh in einer komplexen Unterrichtseinheit werde ich einen groben Überblick anbieten und am Ende die Schüler*innen gründlich wiederholen lassen.

Letztes gelingt mir ganz gut, in dem ich die Schüler*innen dazu auffordere, Fragen zum Stoff zur Wiederholungsstunde mitzubringen:

  • Die Fragen sollen zuerst Wissensfragen sein. Sie werden in einer Liste notiert.
  • Anschließend wird eine sinnvolle Reihenfolge gefunden und sie werden beantwortet.
  • Wenn am Ende der Fragen noch Zeit über ist, „drohe“ ich mit neuem Stoff. Das ist unangenehm!
  • Darum dürfen später auch noch mögliche Prüfungsfragen gestellt werden. (Darunter verstehe ich Fragen, auf die die fragestellende Person auch die Antwort kennt. – Also ein kleiner Rollenwechsel: Was könnten Sie fragen, wenn Sie Lehrkraft wären.)

Je besser sich die Schüler*innen auf die Wiederholungen vorbereiten, umso mehr profitieren sie. Das lernen sie in der Regel sehr schnell.

Und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Herzlichen Dank fürs Teilen und die Anregung (mit Literatur-Link).

Wünsche allen Lehrenden gute Erholung, weiter viel Freude am Unterrichten und Weiter-Lernen!

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zuletzt bearbeitet am 11.08.2017 / 11:21 h       zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

nach Klassenarbeiten auswerten (Profession Lehrkraft – 22)

Zusammenfassung

  • Waren die Aufgaben in der Klassenarbeit so zu erwarten und zumutbar?
  • Wie haben sich die Schülerinnen und Schüler vorbereitet und welche Note erwarten sie?
  • Wie können möglicherweise ungeschickte Vorgehensweisen beim Lernen und Vorbereiten auf Klassearbeiten angesprochen und verändert werden?
  • Wie kann die Lehrkraft für mehr Lernerfolg bei den Schüler*innen sorgen?

Auswertung hilft weiter!

Klassenarbeiten und Klausuren auszuwerten, hat vielfältige Effekte

  • Schülerinnen und Schüler können Ihre Eindrücke systematisch ausdrücken
  • Möglicherweise missverständliche oder als zu schwer empfundene Aufgabenstellungen werden identifiziert
  • Lehrkräfte bekommen Rückmeldungen und können ihre Lernanregungen verbessern
  • Die Schüler*innen schätzen die Intensität Ihrer Vorbereitung ein
  • Sie legen Ihre Leistungserwartung offen
  • Langfristig können sie ihre Lernbemühungen besser steuern.

Meine vormalige Praxis

Schon seit längerer Zeit ließ ich die Schüler*innen vor der Rückgabe der Klassenarbeiten eine Selbsteinschätzung notieren. Manche mochten das nicht. Ich hielt es dennoch für zielführend.

Nach der Besprechung des Erwartungshorizontes forderte ich sie zu einem Vergleich mit der tatsächlichen Leistungsbewertung auf.
Wenn es eine deutliche Abweichung gab, sollten sie sich über mögliche Erklärungen Gedanken machen und diese möglicherweise auch mit mir besprechen.

Besonders bei kräftigen Abweichungen oder fehlenden Erklärungen, war mir ein Austausch wichtig: Wie lernen sie im und nach dem Unterricht und vor der Klassenarbeit? Wie könnten bessere Leistungen erreicht werden? wie konnte ich meine Lern-Anregungen verbessern?

Durch Kollegen Spitau angeregte Weiterentwicklung meiner Praxis

Der Kollege Marcel Spitau hatte einen Fragebogen ausgegeben und ihn nach der Rückgabe mit den Schüler*innen besprochen.

Seinen Fragebogen habe ich inzwischen weiter entwickelt und graphisch aufbereitet.

Inzwischen habe ich die Vorgehensweise, diesen Fragebogen an die Klassenarbeit anzuhängen. Die Schüler*innen sollen sich drei bis fünf  Minuten am Ende der Klassenarbeit nehmen und den Bogen spontan ausfüllen.

Mit der Rückgabe der Klassenarbeiten liefere ich auch eine Auswertung und bespreche diese.

Anschließend werden die Schüler*innen dann zu Deutung der möglichen Differenz zwischen der erwarteten und der tatsächlichen Leistung aufgefordert.

Abschließen lade ich sie ein, Ihre Ziele zu formulieren. So kommen die Schüler*innen zunehmend mehr in die Selbstverantwortung für ihre Leistungen.

Mit diesem erweiterten Verfahren habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

Wer hat Erfahrungen mit solchen oder ähnlichen Verfahren?

Bin sehr an kollegialem Austausch interessiert!

Welche Vorgehensweise haben Sie?

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zuletzt bearbeitet am 4.07.2017 / 17:57 h      zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

verlernen und lernen (selbstmotiviert lernen – 7)

Zusammenfassung

Genau so wichtig wie Lernen,
ist die Bereitschaft, zu verlernen.

Das klingt einfach. –
Es ist ungewohnt, ja schwer!

Nicht jedes Lernen ist ausdrücklich erwünscht.

Schon Fritz B. Simon hatte in seinem unterhaltsamen Werk

Die Kunst nicht zu lernen.
Und andere Paradoxien in Psychotherapie, Management, Politik …
Heidelberg, Auer, 1997

auf die Ambivalenz hingewiesen: „Denn es ist ja keineswegs immer sinnvoll, dass wir lernen und uns unserer Umwelt anpassen, während genausogut diese Umwelt lernen und sich uns anpassen könnte.“ (S. 154f)

Wenn wir anfangen, über Lerninhalte nachzudenken, werden die Fragen noch bedeutsamer.

ulearn – eine sehr deutliche Demonstration

Über einen Tipp von Anja Förster und Dr. Peter Kreuz (http://www.foerster-kreuz.com) bin ich auf eine eindrucksvolle Demonstration hingewiesen worden.

Können Sie Fahrrad fahren? –
Wirklich und tatsächlich immer?

Sehen Sie selbst – und dieses Video an (8 Minuten):

Notwendiger Begleiter des Lernens ist das Verlernen!

Was bedeutet das eben Gesehene für die Lernprozesse, die wir aktuell angesichts sich rasant verändernder Umweltbedingungen leisten sollten?

Tatsächlich gibt es den Aphorismus:
„What gets us into trouble
Is not what we don´t know.
It´s what we know for sure
That just ain’t so.“

Dieser Spruch wird Mark Twain zugeschrieben und kann sinngemäß so übersetzt werden:
„Was uns in Schwierigkeiten bringt, ist nicht unser Unwissen, sondern unser vermeintliches Wissen von Falschem.“

Im Klartext: Wenn wir nicht bereit sind, vorgeblich sicheres Wissen zu hinterfragen und auch wieder zu vergessen, werden wir in manchen wichtigen Fragen nicht weiter kommen!

Selbstverständlich können wir auch ver-lernen.

Wir sollten nur auch darauf achten – und nicht nur auf Lernen.

Viel Erfolg!

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zuletzt bearbeitet am 18. Mai 2017 / 17:00        zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

anspruchsvoll entscheiden: konsensieren

Kurzfassung

Mehrheitsentscheidungen führen manchmal zu unangenehmen Wirkungen.

– Konsens ist anstrengend!
– Machtspiele sind lästig und schädlich.

Ein pfiffiger Perspektiven-Wechsel führt zu Lösungen: durch „konsensieren“.

Mehrheitsentscheidungen haben deutliche Nachteile.

Immer wieder wird begründet bezweifelt, ob die üblichen Mehrheitsentscheidungen günstig sind.

Aktuell liefert zum Beispiel die eifrige Suche nach Mehrheiten für die Wahl eines Nachfolgers von Martin Schulz als Präsident des europäischen Parlaments Anschauungsmaterial.

Dank an den Hinweisgeber

Neulich wurde ich durch meinen aufmerksamen, ständig neue Ideen findenden Freund Gunnar Thörmer (www.flexilist.de) auf eine interessante Alternative aufmerksam:

Das SK-Prinzip oder „konsensieren“

Im privaten Bereich und in kleinen Gruppen machen wir uns die Mühe, eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung – also einen Konsens – zu finden.
Die Beziehungsschäden wären sonst zu hoch.

Wie kann dieses Prinzip auch für größere Gruppen mit verträglichem Aufwand angewendet werden?
Indem wir auch dort Lösungen suchen, die für die allermeisten Fälle ohne „Verlierer“ oder „Überstimmte“ ausgehen können.

Der Dreh: Die Perspektive wird auf die Widerstände gegen die einzelnen Lösungs-Optionen gewendet. Das heißt, die normalerweise schwarz-weiß unterscheidende Mehrheitswahl wird in Stufen aufgebrochen. Für jede der Lösungs-Möglichkeiten wird der Widerstand auf einer Skala von 0 (ohne Widerstand = eine mögliche Ja-Stimme im Mehrheitswahlmodus) bis 10 (geht gar nicht = mögliche Nein-Stimme im Mehrheitswahl-Modus) eingeschätzt und zusammengezählt wird.

Vorteile

  • In einer ersten Zwischenphase können weitere Lösungen vorgeschlagen werden (eine deutliche Steigerung der Beteiligungsmöglichkeiten).
  • Der Charme dieser Vorgehensweise ist, dass man mit diesem Verfahren mehrere Ja- oder Nein-Stimmen und auch noch alle Abstufungen dazwischen zu allen zur Auswahl stehenden Möglichkeiten abgeben darf.
  • Die Konsens-Lösungen werden sehr gut von allen aus der Entscheidergruppe akzeptiert.
  • Allermeist gibt es keine „Verlierer“; alle sind am erfolgreichen Konsens beteiligt.
  • Der Fokus wird durch das Verfahren auf kreative und sinnvolle Lösungen und weg vom reinen Macht-Erhalt verschoben. (Darum kann man das Verfahren mit Recht „systemisch“ nennen.)

Nachteile

  • Benötigt eine Hin- und Einführung, weil das Verfahren noch nicht sehr bekannt ist.
  • aufwändig (zeitlich und inhaltlich)
  • In den meisten Geschäftsordnungen von Entscheidungsgremien sind Mehrheitsentscheidungen als Standard-Verfahren festgelegt. Daher muss nach dem Konsensieren noch ein formaler Mehrheitsbeschluss über die einvernehmlich gefundene Lösung herbeigeführt werden.

Ein hilfreiches online-Tool

Meine ersten Tests mit https://www.konsensieren.eu/de/ sind positiv verlaufen. Ich werde das Verfahren und die bereitgestellte Ressource weiter erproben. Beispielsweise werde ich es bei Entscheidungen über Wahl-Themen im Unterricht einsetzen und auch weiter empfehlen.

Bin gespannt auf Ihre Erfahrungen und Einschätzungen.

Freue mich über Kommentare und besonders über Erfahrungsberichte.

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zuletzt leicht bearbeitet am 26.05.2017 / 11.20 Uhr zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Blickweisen: Die Ernte des Nebels

Tagelang lag über dem Freiburger Westen eine zähe Nebeldecke.

Viele fanden das Wetter ungünstig und besonders für die Silvesternacht lästig, weil die Feuerwerkskörper dann nur eingeschränkt zu sehen wären.

Am ersten Tag des neuen Jahres zeigte sich dann für ein paar Stunden
die Ernte des Nebels:

Ernte des Nebels: vereiste Planzen am Opfinger Backersee, Freiburg. Foto: M. Veeser-DombrowskiKommt offenbar auch auf den Blickwinkel und die Interessen an, wie wir wahrnehmen und bewerten.

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zuletzt bearbeitet am 2. Januar 2017 / 12:52 zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht