innehalten hilft, sich wirksam zu entwickeln (selbstmotiviert lernen – 5)

Zusammenfassung

Sich täglich für ruhiges Innehalten Zeit zu nehmen, wird viel bewirken – wenn wir uns dafür entscheiden und die zu erwartenden Widerstände überwinden.
Viele nehmen sich zum Anfang des neuen Jahres etwas vor.
Mir tut diese Anregung gut.
Darum empfehle ich den Selbst-Versuch.

Gliederung

Jeder Tag 20 Minuten innehalten

Sich jeden Tag 20 Minuten nehmen -
ganz für mich
ohne etwas zu müssen oder zu sollen
und ohne unmittelbares Ziel

Nur bei mir selbst sein
ankommen
meinen Körper bewusst wahrnehmen
meine Gefühle spüren
Bedürfnisse entdecken
meine Ideen von etwas beobachten
Konzepte durchschauen
meine Muster erkennen
Einfälle zulassen – nicht sofort ausführen

Altes Wissen

Die meisten Religionen
und alle mir bekannten weisen Lehrerinnen und Lehrer
raten schon immer wieder zu dieser Übung.

Man kann sie Meditation, Beten oder auch Achtsamkeit nennen.

Das Ende der Ausreden

Die Persönlichkeitstrainerin und Managementberaterin Brigitte Roser hat in ein gut lesbares, sachkundiges und günstiges Übungsbuch geschrieben, dessen Kernpunkt ich in dieser Übung sehe.

Der aussagekräftige Titel lautet:
Das Ende der Ausreden.
was alles möglich wird, wenn wir nur wollen.

Mir gefallen an diesem Buch der ausdrücklich nicht moralische Ansatz und die freundliche und praxiserfahrene Art, wie die Autorin diesen Weg beschreibt.

So schildert sie, dass die tägliche Übung wirkt und schnell die Widerstände und den “Ausreden-Generator” aktiviert. – Sehr realistisch!

Ich empfehle einen Selbst-Versuch.

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Weiterführende Links

  • Eine Leseprobe aus dem preisgünstigen Taschenbuch

Dieser Artikel gehört zur thematischen Reihe selbstmotiviert lernen:

zuletzt bearbeitet am 19.01.2011             zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

selbstmotiviert lernen (2): eigene Ziele statt durch Vorsätze durch neue Routinen erfolgreich umsetzen

Warum gute Vorsätze meistens nicht wirken

Wer kennt nicht die vielen guten Vorsätze, die wir uns gerne zum Geburtstag, am Beginn eines neuen Lebensabschnitts oder an Silvester für das neue Jahr vornehmen?

Viel zu wenig davon wird wirklich wahr; ob im privaten Leben, beim Lernen oder in beruflichen Zusammenhängen. -
Warum das so ist?

Vermutlich sind die meisten Vorsätze viel zu allgemein und zu groß. – Der erste Schwung geht angesichts der Anstrengungen bald verloren und die wohlmeinenden Ideen und hochstrebenden Ideale verlieren ihren Einfluss auf das alltägliche Leben.
Zum Beispiel stapelten sich bei mir regelmäßig Papier-Berge:

Post-Stapel

Einfach mehr Anstrengung hilft nicht bei der Umsetzung von Vorsätzen!

Solange Verhaltensänderung von außen angetrieben werden müssen, sind alle Beteiligten sehr angestrengt. (Das scheint mir das Grund-Drama in den allermeisten Schulen zu sein.) Da hilft es nicht, den Druck (von außen oder innen) einfach zu erhöhen. -
Ich schlage vor, einen anderen Blick auf die Aufgabe zu versuchen:

Mein Vorschlag: Beginnen Sie klein!
Entwickeln Sie neue Routinen für Ihren Tages- und Wochen-Ablauf.
Üben Sie diese neun Monate lang!

Ziel-Formulierungen sollen konkret, überschaubar, terminiert und nachprüfbar sein, damit sie auf dem Weg zu einem angestrebten Zustand hilfreich werden können.

Überschaubare Schritte auf dem Weg zu einem angestrebten Zustand können fast alle Menschen beschreiben. Allerdings entwerten die meisten diese ersten Schritte ganz schnell. Sie zweifeln daran, dass man sich mit kleinen Schritten ein langfristiges und hoch gestecktes Ziel erreichen kann. -
Ich behaupte: Jede Weltreise beginnt mit einem ersten Schritt.
Jede Karriere beginnt mit dem Verständnis der ersten Vokabel der Fachsprache.
Jede Beziehung beginnt mit einem ersten, neugierigen Blick zu einem anderen Menschen.

Wenn Sie einen ersten Schritt gefunden haben, so üben Sie diesen ersten Schritt neun Monat lang. Auf diese Weise geben Sie sich die Chance, sich an die neue Verhaltensweise so zu gewöhnen, dass Sie diese auch nach dieser ersten Zeit wahrscheinlich beibehalten. – Überprüfen Sie ihren Erfolg.

Neurobiologische Begründung

Genau das ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Verhaltensänderung: Sie lernen durch Regelmäßigkeit, auch Routine genannt. – Wenn Sie es geschafft haben, einen ersten Monat lang eine neue Vorgehensweise beizubehalten (z. B. angesammelte Stapel am Ende eines Arbeitstages eine Viertelstunde lang zu sortieren und weg zu räumen) , ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie den Sinn dieser neuen Angewohnheit erspüren und sie die inzwischen antrainierte Vorgehensweise weiter beibehalten werden.

Sollte sich die neue Idee als nicht erfolgreich erweisen, ändern Sie diese in einer bewussten Entscheidung so, dass sich ein Weg zum erstrebten Ziel eröffnet. Die neu entwickelte Verhaltensweise halten Sie wieder einen Monat lang durch und ziehen dann erneut Zwischenbilanz.
Tatsächlich fest eingeprägt haben sich Routinen dann nach neun Monaten, so haben neuere Studien ergeben.

Ich wünsche Ihnen gute Ideen und viel Erfolg mit Ihren neuen Vorsätzen, besser: Gewohnheiten.

Quellenhinweise:

Update (4.03.2009): Weitere hilfreiche Links zum Thema:

Im Blog imgriff.com fand ich mehrere Artikel zu diesen Zusammenhängen, die zum Beispiel konkrete Hilfen und auch vermeidbare Fallen aufweisen.

Zum Thema Zeitfresser Internet könnte ein Artikel des fudder-Autor Philip anregen.

Zum Ausgleich von ein Kontrapunkt von Lobbo, der behauptet:  Selbstdisziplin ist eine schlechte Charaktereigenschaft.

Update (12. 02. 2010): Sie können Ihren Willen zum erfolgreichen Lernen online und anonym bei der Fernuniversität Hagen testen: Im VPT (Volitionaler Persönlichkeit Test).
In der Auswertung bekommen Sie Tipps, wie sie den Einsatz Ihres Willens wirksamer gestalten können.

Dieser Artikel gehört zur thematischen Reihe selbstmotiviert lernen:

Beiträge mit ähnlichem Inhalt: Die Reihe “Profession Lehrkraft”:

weitere hilfreiche Links:

zuletzt überarbeitet am 26. Januar 2011 / 8.58 Uhr