Das Schuljahr auswerten und sich weiter entwickeln

Wer Lernprozesse bewusst gestaltet, hält ab und an inne

  • schaut zurück
  • erinnert sich an die eigenen Ziele
  • vergleicht das Erreichte damit
  • und entwickelt neue Ziele/Entwicklungsfelder.

Schuljahr_auswerten_sich_als_Lehrer_entwickelnFür mich hat sich bewährt, die Auswertung und Entwicklungsziele schriftlich zu fassen, kollegial auszutauschen und gelegentlich zu überprüfen.

Mögliche Fragen könnten sein

  1. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem Schuljahre (auf einer Skala von 0 bis 10)?
  2. Woran erkennen Sie, dass Sie zufrieden sind?
  3. Welche Faktoren sind dafür wesentlich?
  4. Welche Faktoren gefährden den Erfolg?
  5. Welche Entwicklungsfelder nehmen Sie sich für das nächste Schuljahr vor? (Wie werden Sie erkennen, dass Sie dieses Ziel erreicht haben?)
  6. Wie könnten Sie sich selbst am Erfolg hindern?
  7. Wer oder was kann das angestrebte Ziel befördern?
  8. Wie werden Sie das Erreichen Ihres Zieles feiern?

Eine Auswertung des Schuljahres biete ich auch als begleiteten Prozess an.

Am Freitagnachmittag, dem 15. Juli 2016 / in der Zeit zwischen 16 bis 18 Uhr, treffen sich interessierte Lehrkräfte für 60 [1 – 2] bis 90 Minuten [ab 3 Personen] zu einem moderierten Austausch mit kleinen Supervisions- oder Coaching-Elementen (bei Bedarf) zum Preis von 45 €/Person.

Wer ein Interesse hat, melde sich (sehr gerne per E-Mail). Anschließend gibt es ein kurzes Telefonat zur Klärung der Interessenlage und der Rahmenbedingungen. Geben Sie bitte in Ihrer Interessensmail eine Telefonnummer und günstige Kontaktzeiten an. Danke.

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Material und das Angebot zum Herunterladen

Mein Angebot mit Bedingungen und dem Fragebogen zur Vorbereitung.

zuletzt bearbeitet am 27.07.2017        zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

lernen als Resonanz

Lässt sich Lernen und Lehren als Resonanz beschreiben?

Leider sprechen die Redner Jens Beljan und Hartmut Rosa sehr schnell.
Die Ideen in diesem einstündigen Video finde ich sehr beachtenswert:

Wie gelingen Unterrichtssituationen, in denen es „knistert“, in denen Menschen (innerlich und äußerlich) lachen, tanzen und singen?

Wie kommen die Schülerinnen und Schüler zum eigenen Schwingen (nicht zum Echo!) und erleben sich als selbstwirksam?

Vielleicht hilft das Bild von der Resonanz auch, die kräftezehrenden Phänomene um die Deutung von misslingenden Lehrer-Schüler-Verhältnissen als „Kampf“ zu überwinden.

Bin gespannt auf Ihre Meinungen.

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zuletzt bearbeitet am 16.04.2016 / 12.03 Uhr zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Unterricht nach erschütternden Gewalttaten

Zusammenfassung

Manche Themen sind existentiell und drängen sich für den Unterricht auf: z. B. Terror, Gewalt und wie wir damit umgehen können: Lohnende Herausforderungen.

Manche Themen sind aktuell und dringend.

Kaum jemand kann sich der Diskussion nach großen, terroristischen Verbrechen entziehen. So auch nach den blutigen Verbrechen von Paris am Abend des 13. November 2015.

Regelmäßig können solche Themen im Unterricht – auch im Religionsunterricht – angesprochen werden.

Meine Skizze für einen Unterricht

  1. Gefühls- und Interessenlagen austauschen
  2. Sichern, welche Informationen schon verfügbar sind
  3. Unklarheiten und Lücken füllen und dabei offene Fragen festhalten
  4. Entscheidung, in welcher Richtung die Interessenlage der Gruppe geht, und in welchen Schritten der Unterricht geplant ist.
  5. Kritisches und nachdenkliches Unterrichtsgespräch
  6. dazwischen eventuelle Recherche-Phasen
  7. eventuell ein selbst sorgfältig ausgwählter Impuls
  8. Zusammenfassung und Ergebnissicherung

wenige Hinweise

zu 2.: Viele Schülerinnen und Schüler wissen Teile der Nachrichtenlage, andere kennen nur Überschriften, manche sind schon sehr umfassend informiert.
Hier versuche ich, herauszufinden, was die Gruppen schon wissen, und Langeweile durch Wiederholungen zu vermeiden.

zu 5.: Mein Ziel ist es, die vielen selbstverständlichen Schnell-Schlüsse, Bestätigungen vor Vorurteilen oder auch vorgefasster Verschwörungstheorien zu erschüttern, in dem ich regelmäßig nachfrage, woher jemand etwas weiß und wie diese Informationen oder Einschätzungen bewertet werden können. Das ist Arbeit, lohnt sich aber.

zu 7.: Bin immer wieder erstaunt, wie schnell Journalisten und andere – je nach Bedarf – zu „Experten für …“ werden.
Immer achte ich auch auf den Aspekt der Selbstvermarktung. Auch dies kann man im Unterricht anschauen.

zu 8.: Eine Herausforderung. Sinnvoll, um zu bündeln und – vielleicht – auch, um weitere offene Fragen und Klärungsbedarf festzuhalten.

Meine Erfahrungen

Manche Gruppen winken schnell ab:
  • Das Thema geht ihnen zu nahe.
  • Sie haben schon zwei Unterrichtsstunden dazu gearbeitet und wollen dringend einen Themenwechsel.
Viele Gruppen sind dankbar:
  • Endlich darf der innere Druck ausgesprochen werden.
  • Ein emotional aufgeladenes Thema wird zum Unterrichtsgegenstand.
  • Wenn es gelingt, die Atmosphäre einer gemeinsamen Suchbewegung zu gestalten, kann eine entdeckende Haltung und ein respektvoller Umgang mit unterschiedlichen Bewertungsideen entstehen. Die endgültige Entscheidung bleibt bei den Schülerinnen und Schülern. Dass man sie so ernst nimmt, schätzen sie.
  • Die Begrenzung auf eine Doppelstunde wird von vielen als erträgliches Maß und als Chance, sich auch wieder zu distanzieren, wohlwollend angenommen.
Die Recherche-Kompetenz der Schüler/innen ist oft ausbaufähig!

Sätze wie „Hab ich im Internet gelesen.“ und „Habe ich im Fernsehen gesehen.“ und auch die Ergebnisse nach 10 bis 15 Minuten Recherche-Phase zeigen mir, dass wir Lehrkräfte hier noch einiges zu tun haben: Recherche-Routinen müssen beigebracht und eingeübt werden. Tun wir es!

Welche Erfahrungen haben Sie?

Ganz sicher bin ich nicht der einzige, der sich über Unterrichtsformen in solchen Situationen Gedanken macht.

Bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen mit mir und meinen Leser/innen – über einen Kommentar oder einen Verweis auf diesen Text im eigenen Lehrer/innen-Blog. Danke.

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Einige, weiterführende Links

zuletzt bearbeitet am 4.04.2019 / 10:55 Uhr       zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Lehrer-Lehrer-Feedback (Profession Lehrkraft – 19)

Zusammenfassung

Spätestens in Schulentwicklungsprozessen werden Lehrkräfte zu kollegialer Unterrichtsbeobachtung und Feedbacks herausgefordert.

Nur weniger Lehrerinnen und Lehrer wollen sich in die Karten schauen lassen.

Zwar komme ich selbst ursprünglich aus einer team-orientierten Arbeitskultur, doch schon nach wenigen Monaten im schulischen Arbeitsfeld wurde mir eine neue Scheu bewusst: Ich vermied zunehmend, noch nicht fertig entwickelte Unterrichtsentwürfe und Materialien dem Blick der Kolleginnen und Kollegen auszusetzen.

Erst ein bewusster Entscheid gegen diesen Sog der Vermeidung, konnte dies ändern.

Tatsächlich können wir durch Feedback viel gewinnen.

Auch selbstbewusste Lehrkräfte – und gerade solche – wissen, dass sie Fehler machen oder noch nicht die beste aller Wege gefunden haben.

Wenn wir Lehrkräfte es also wagen, unsere vorläufigen Skizzen und Entwürfe dem fachkundigen Blick der anderen Fachkundigen auszusetzen, so können wir gewinnen:

  • neue inhaltliche Ideen
  • fachliches Korrektiv
  • methodische Vielfalt
  • vielfältige Zugänge

Empfehlenswertes, hilfreiches Raster

Das Basismodell zur Unterrichtsbeobachtung hat sich in meiner Praxis der Selbstreflexion und des kollegialen Feedbacks bewährt:

Achtung: Mit einer methodischen Intervention verändert man auch das System

Nach meinem Eindruck ist es vielen, die voller guter Absichten eine methodische Idee vorschlagen – in diesem Falle das Feedback zwischen Kolleg/innen – nicht bewusst, dass sich dadurch langfriste Folgen ergeben können.

Recht bald werden weitergehende Fragen aufgeworfen.
Einige stelle ich beispielhaft dar:

  • Welches Selbstbild haben die beteiligten Lehrpersonen?
  • Welche Lern- oder Entwicklungskultur gibt es in der Organisation (hier: Schule)?
  • Wie steht die Leitung zu solchen Prozessen, die Entwicklungen befördern können/sollen?
  • Welche Leitvorstellungen hat die Schule?

Herzlichen Dank an Kolleginnen und Kollegen für Anregungen

Danke an die

Herausgeber:
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Gabriele Tepaß (verantwortlich),
Referat Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung, Personalentwicklung
Sandra Winterhalter,
Referat Grundsatzfragen und Qualitätsmanagement beruflicher Schulen

Autorenteam:
Manuela Droll, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (BS) Weingarten,
Roland Knoblauch, Fachberater Schulentwicklung beim Regierungspräsidium Tübingen,
Alexander Moser, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (BS) Freiburg,
Claudia Rugart, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (BS) Karlsruhe,
Hans-Joachim Tomerl, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (BS) Stuttgart

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Weiterführende Links

zuletzt bearbeitet am 13.10.2016 / 15:18 Uhr       zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Reflexion potenziert Qualität

Zusammenfassung

Statt das Misslingen voraussehbar immer wieder zu wiederholen, suche ich nach Auswegen.
Regelmäßige Kurz-Reflexionen können Entwicklungen in eine günstige Richtung befördern und die Qualität merklich steigern.

Beispiele stabilen Misslingens

Fast jeder kann Beispiele für Misslingen, das sich fortdauernd wiederholt, aufzählen.
Zum Beispiel:

  • Elternabende in der Schule, bei denen die Lehrer/innen und Eltern sich wieder nicht aus ihrer Gegensätzlichkeit der Rollen-Zuschreibungen herausbewegen lassen und kein Verständnis füreinander gefunden wird.
  • immer wiederkehrendes MisslingenKonferenzen, die nerven und keine brauchbaren Ergebnisse erbringen. Stattdessen binden – die neudeutsch Meeting genannten – Treffen Arbeitszeit, welche die Mehrheit der Teilnehmenden viel lieber für ihre liegengebliebenen Arbeiten aus dem Kerngeschäft verwenden würden.
  • Regelmäßig wiederkehrende Probleme bei Projekten
  • Mitgliederversammlungen bei Vereinen

Erfahrungen aus persönlichem Lernen

Gemäß der Lebensweisheit

Alle Menschen machen Fehler.
Kluge lernen daraus.

haben viele das Interesse, aus Fehlern oder ungünstigen Erfahrungen Konsequenzen zu ziehen.
Das heißt, die Zusammenhänge werden analysiert und aus der Reflexion erwächst die Suchbewegung nach günstigen, besser geeigneten Vorgehensweisen und Verhaltensweisen.

Transfer auf Herausforderungen in Organisationen

Nach jeder Arbeitseinheit (oder Aktion oder jedem Projekt) gibt es eine „Manöverkritik“ – oder weniger militärisch formuliert – wird kurz reflektiert.
Dafür hat sich folgendes Muster bewährt:

  1. Was waren die Ziele?
  2. Wie weit wurden diese Ziele auf einer Skala von 0 (gar nicht) bis 10 (vollständig) erreicht?
  3. Wie kann dieser Schätzwert beim nächsten Mal um einen Zähler verbessert werden?
  4. Was war hilfreich und/oder angenehm?
  5. Was soll dringend verändert/verbessert werden?
  6. Wie?
  7. Wer kümmert sich bis wann um einen ersten Vorschlag?
  8. Was ich sonst noch mitteilen möchte …

Erfahrungsgemäß erfordert diese Kurzreflexion zwischen 5 und 15 Minuten Zeit – je nach Klarheit und Routine der Beteiligten.

Regelmäßige Reflexion kann zur ständigen Verbesserung führen.

Nach meiner festen Überzeugung befördert die regelmäßige Reflexion die Aufmerksamkeit für Gelingensfaktoren und langfristig die Qualität von Prozessen.
Allerdings reicht die Reflexions-Routine alleine dafür nicht aus.
Wie so oft ist auch eine passende Haltung der Lern- und Veränderungs-Bereitschaft notwendig.
Leider kommt es im Rahmen von – oft verordneten – Qualitätsüberprüfungen zu Als-Ob-Evaluationen, die dann einfach ohne Auswertung und Wirkung in die Akten versenkt werden.
Schade um die Mühe!

Einem langjährigen, inspirierenden Ideen-Finder und Freund gewidmet

Gunnar Thörmer veranstaltet am 21. Februar ein Barcamp und mein Beitrag werden diese Gedanken sein.

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Weiterführende Links

zuletzt bearbeitet am 23.02.2015      zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

plan- und lustvoll ins neue Schuljahr

Zusammenfassung

Vor dem Unterrichtsbeginn wende ich die Vorfreude und Spannung in vorbereitende Arbeiten: Ziele, eigene Unterstützung und ein Unterstützungsangebot in Freiburg organisieren.

Den Reiz des Anfangs nutzen

Gegen Ende der Sommerferien der Schulen in Baden-Württemberg kribbelt es bei mir und ich empfinde Vorfreude und Spannung vor dem neu beginnenden Unterrichtsjahr.

Diese Energie werde ich für ein paar vorbereitende Arbeiten verwenden.

Ich setze mir ausgewählte Ziele

Aus dem Hintergrund der Auswertung des vergangenen Jahres habe ich mir einige Ziele für das neue gesetzt. Es sollen nicht mehr als drei sein. Sonst wird es zu anstrengend und frustriert.

Hier eine graphische Darstellung meiner Vorhaben:

drei Zielbereiche für das Schuljahr 2014/15

In den nächsten Tagen werde ich drei Termine in meinen Kalender eintragen: Wann werde ich diese Vorhaben überprüfen und so eventuell noch etwas korrigieren können oder müssen?

Unterstützung durch eine Gruppe zur kollegialen Beratung

Wie die letzten Jahre werde ich mich wieder mehrmals (6-8 Male) im Schuljahr mit ausgesuchten Kolleg/innen zur gemeinsamen Reflexion und Bearbeitung von Fällen treffen.

  • Dabei können wir uns Erfolge anschauen und fragen, wie sie erreicht wurden und wie wir dafür sorgen wollen, dass sie mehrmals erreicht werden können.
  • Häufiger arbeiten wir an herausfordernden Situationen, an „schwierigen“ SchülerInnen, Inhalten, Rahmenbedingungen oder Leitungs- oder Politik-Entscheidungen und suchen nach günstigen Verhaltensweisen.
    Manches ist nicht zu ändern, oder zumindest nicht von den beteiligten Kolleginnen und Kollegen. Dann ist die Aufgabe, eine entsprechende, hinnehmende Haltung dazu zu finden.
    Anderes ist in unserem Einflussbereich. Dann suchen wir nach möglichst vielen Verhaltensweisen, so dass die beratene Person am Ende für sich auswählen kann, was sie versuchen möchte.

Eine bewährte Struktur der kollegialen Beratung finden Sie hinter diesem Link (pdf; 75 KB)

Mein aktuelles Angebot:

Professionelle Unterstützung in einer Supervisionsgruppe für Lehrkräfte
Sollen Sie keine Fallbesprechungsgruppe zur kollegialen Beratung zur Verfügung haben oder Ihnen diese nicht ausreicht, kann ich Ihnen in diesem Schuljahr mit dem Neustart einer Gruppensupervision in Freiburg für Lehrkräfte ein Unterstützungsangebot machen. (Mehr Informationen finden Sie hinter dem Link: pdf; 158 KB)

Herzlichen Dank an Kolleginnen und Kollegen und meine Schülerinnen und Schüler für viele Anregungen

Ich mag meinen Beruf und schätze besonders die vielen Anregungen und Herausforderungen. Ich habe den Eindruck, ständig Neues lernen zu können. – Dafür danke ich meinen Schülerinnen und Schülern und Kolleginnen und Kollegen.

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zuletzt bearbeitet am 25.09.2014 / 12:15 Uhr       zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

zum Tag des digitalen Lernens

Zusammenfassung

Modernes Leben und Arbeiten wird heute immer auch medial und mit mobilen Geräten bewältigt. – Ständig gibt es etwas Neues hinzu zu lernen.

Ich lasse mich herausfordern.

Solche Aktionstage sind mir immer auch ein wenig suspekt, scheinen sie mir doch anzuzeigen, dass da (noch) Mangel herrscht.

Manchmal wird er Handlungsbedarf dann im Schreiben darüber erschöpft.

Ich lernte heute komfortabler zu twittern

Heute hatte ich etwas Muse, mich um mein persönliches Twitter-Experiment zu kümmern: Schon länger bin ich mit meiner Handhabung des Miniblogs unzufrieden.

Ich wusste zwar, dass es hilfreiche Werkzeuge gibt, kannte sie aber noch nicht (gut): Es blieb Unzufriedenheit und immer wieder ärgerliche oder umständliche Aktionen in den Diskussionen.
Tweetdeck hilft mir ab heute weiter.
Den Tipp habe ich aus dem empfehlenswerten Lehrerblog von teacheridoo.

Zweitens habe ich bei dieser Gelegenheit gleich die schon lange anhängende Aufgabe, einen neuen Neewsfeed-Reader zu erproben, erledigt.
Auch diesen Tipp (die Firefox-Ergänzung bamboo) habe ich bei teacheridoo gefunden (wie das halt so läuft, wenn man auf einem Blog weiterliest). Danke.

Haben wir eine Wahl?

Nicht zufällig wird an einem solchen Tag auch über die Zwänge der neuen Technologien und die Gefahren diskutiert.

Florian Blaschke vom Magazin t3n bloggt über seinen bewussten Ausstieg aus facebook

und die Medien-Coach-Frau Dr. Kerstin Hoffmann kommentiert provokative mit ihrem Slogan „Web – oder stirb!“.

Digitale Technologie hat auch eine Bedeutung im Unterricht.

Diese Aussage erscheint mir so platt, dass sie kaum noch Nachrichtenwert hat. Und sie wird vielfach wiederholt und diskutiert.

In vielen Kollegien allerdings oft ausschließlich in einer reflexhaften Abwehrhaltung (oft aus Angst vor Kontrollverlust:

  • Die Inhalte sind nicht mehr kontrollierbar.
  • Die Interaktionen sind nicht mehr kontrollierbar.
  • Die Jugendlichen schauen sich gefährlich/jugendgefährdende Inhalte an.
  • Sie werden sich mobben …

Nach wie vor bin ich für einen bewussten Einsatz moderner Kommunikationsmedien in der Schule und im Unterricht. – Für mich heißt dies auch, die Nutzung zu regulieren und auch zu begrenzen.

Andererseits kann ich mir nichts mehr anderes vorstellen, als moderne Kommunikationsmedien immer wieder in den Unterricht einzubeziehen und so den Unterricht an die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen anzuschließen.

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zuletzt bearbeitet am 13.03.2014 / 19:13 Uhr      zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Lehrer-Blogs – sich anregen lassen und von anderen lernen

Zusammenfassung

Bloggen hilft mir zu reflektieren. –
Die Blogger-Szene von Lehrkräften ist lebhaft und anregend:
Hier gibt es Hinweise auf Übersichten und eine Selbstreflexion.

Wieder einen Überblick finden: neue Listen

Die Blogger-Szene ändert sich schnell und ist unüberschaubar geworden. Also sind auch viele, sehr unterschiedliche Lehrerblogs öffentlich.

Manchmal versuchen Kolleginnen oder Kollegen einen Überblick zu gewinnen und – noch seltener – werden Aufrufe zu Vorstellungen und der Wahl zum „Blog des Jahres“ gestartet.

Den neuen Versuch von fontanefan unterstütze ich durch Tipps von Anfang an.

Meine eigenen Blog-Projekte

Selbst betreibe ich diese Hauptseite mit den Schwerpunkten

bloggend reflektieren über lernen, lernen im Unterricht, lernen in der Supervision/Coaching, Gesundheit, gesundheitsschonende Arbeitsmethoden, Professionalisierung

Insofern ist dieses Blog kein lupenreines Lehrerblog.

In einem zweiten, einem Unterrichtsblog zum Religionsunterricht experimentiere ich mit dem Blog-Format als Unterrichtsmedium. Begonnen habe ich mit Ergebnis-Sicherungen und kann mir eine Weiterentwicklung bei Gelegenheit (und verfügbarer Energie) durchaus vorstellen.

Welche Blogs nehme ich selbst wahr?

In meinen beiden Blogs liste ich jeweils aktuell beobachtete Lehrer-Blogs auf. – Tatsächlich beachtet ich diese Kolleg/innen saisonal und je nach Interesse an einem Thema.

Seit dem Spätjahr 2013 lasse ich mich außerdem durch Twitter auf neue Themen aufmerksam machen und habe ausgesuchte Tweets in meinen Hauptblog eingebunden.

Drei wahrscheinlich wenig bekannte, empfehlenswerte Blogs

webcompetent
ein medien- und religionspädagogisches Blog mit vielen Anregungen, den ich sehr schätzen gelernt habe

http://fachschule.blogs.rpi-virtuell.net/
neos digitale Lernlandschaft für Ethik/Religion
Die beiden Blogs von Marion Holzhüter. Sie veröffentlicht seit Beginn des Jahres 2014 aus ihrer reichen Erfahrung mit handlungsorientiertem Unterrichten mit evangelischen Lerngruppen in einer sozialpädagogischen, beruflichen Schule und aus der Ausbildung für Lehrkräfte.
Ich profitiere immer wieder von dieser fleißigen Kollegin: Herzlichen Dank und herzliche Empfehlung.

Herzlichen Dank an fontanefan und die Kolleginnen und Kollegen für viele Anregungen

Nochmals herzlichen Dank an fontanefan für die Initiative und den Anstoß, zur Reflexion und erweiterten Wahrnehmung.

Und Danke an die vielen Kolleg/innen, die ihre Erfahrungen schriftlich reflektieren und anderen verfügbar machen.

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zuletzt bearbeitet am 14. März 2014 / 17:03 Uhr       zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Manche Gewissheiten hindern … (selbstmotiviert lernen – 7)

Zusammenfassung

Vermeintlich sicher
schaue ich in die Welt –
und sehe, was ich schon zu wissen meine,
und – doch leider – nicht die Welt.

Schnelle Urteile müssen nicht zutreffend sein.

Immer häufiger stoßen mir schnelle Urteile unangenehm auf – bei mir selbst und bei anderen:

gehen Medienpädagogen ohne Smartphone?

Der Disput mit dem Twitterer ging natürlich weiter. –

Schnell sind wir bei der Hand mit Bewertungen und konstruieren uns die Welt, wie sie uns gefällt. – Manchmal ist dieses Urteil dann Ausgangspunkt für problematische Entwicklungen und damit mehr hinderlich als förderlich: Das Urteil wird das Problem. –
So urteile ich hier.

Tatsächlich kommen wir ja auch ohne Einschätzungen oder Vor-Urteile nicht durchs Leben.

Vermeintliche Gewissheiten halten vom forschenden Blick ab.

Wenn ich weiß, wie es ist, schaue ich nicht mehr genau nach und hin – ich weiß ja.

Und die Änderung der vermeintlichen Gewissheiten ist bei mir und anderen anstrengend: Denn warum soll ich oder andere etwas lernen, wenn wir doch schon wissen.

Mein aktueller Versuch: nachfragen

Zur Zeit experimentiere ich damit bei mir selbst und anderen nachzufragen. Beispielsweise:

  • Woher nehme ich diese Sicherheit?
  • Woher wissen Sie das so genau?
  • Gilt das wirklich so generell, wie ich es hier formuliere?
  • Kennen Sie eine gegenteilige Erfahrung?
  • Was könnte/würde/wolle ich tun, wenn ich diese Gewissheit nicht hätte?

 

Manchmal eröffnen sich neue Sichtweisen

Manchmal reagiere ich selbst genervt auf solche Nachfragen von anderen. Manchmal ernte ich bei meinem Gegenüber die Rückmeldung, dass die Nachfrage und Metareflexion anstrengend sei.

Manchmal ergeben sich aber auch überraschende und neue Aus- und Einblicke.

Suche weitere Zitate und Aphorismen

Sicher ist, dass nichts sicher ist.
Selbst das nicht.

Joachim Ringelnatz

Die Unwissenheit ist eine Situation, die den Menschen so hermetisch abschließt wie ein Gefängnis.

Simone de Beauvoir

Hinweise und Tipps gerne über Kommentare oder per Mail. Danke.

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zuletzt bearbeitet am 5.03.2014 / 17:15 Uhr       zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Zwischen Planung und Improvisation balancieren (selbstmotiviert lernen – 6)

Mein Projekt für 2014:

Mein Ziel: Balance

Die Dauer-Überforderung möchte ich vermeiden
und mein Leben und Arbeiten genießen, in dem ich mich

  • von der Vorstellung der Kontrollierbarkeit
  • vom Perfektionismus

verabschiede und

  • auch improvisiere
  • und meinen Traum mit Leidenschaft verfolge.

Selbstverständlich ist es sinnvoll, zu planen!

In komplexem Alltag mit vielfältigen Zielen, Kontakten und Verabredungen ist es selbstverständlich sinnvoll, die wichtigen Richtungen mit entsprechender Aufmerksamkeit zu verfolgen und nachdrücklich anzustreben.

Planvolles Vorgehen führt nach meiner Erfahrung häufig zum Erfolg. –
Das gilt besonders für Konferenzen.

Besonders hilfreich sind mir in diesem Zusammenhang die Gedanken zum sogenannten „Pareto-Prinzip“, nämlich jene 20 % der Tätigkeiten zu finden, die 80 % Ertrag erbringen.

Immer häufiger reicht gute Planung nicht mehr aus.

Wie immer mehr Menschen fand ich heraus, dass Planung alleine oft nicht mehr hinreicht:

  • wechselseitigen Abhängigkeiten sind zu komplex
  • die Geschwindigkeit der Informationen und Veränderungen sind zu hoch geworden

Mein aktueller Lösungsversuch:
Balance zwischen den Polen Planung und Improvisation

Balance-Versuch von M. Veeser-Dombrowski.

Ich versuche einen pendelnden und balancierenden Weg zwischen gepflegtem und realistischem Anspruch und phasenweisem Pragmatismus mit geübten Improvisationen.

So denke ich mir das:

  1. Ich lege meine Ziele und die hauptsächlichen Wege dahin fest und plane Schritte dahin. (Mehr dazu im Start-Artikel zu dieser Themen-Reihe)
  2. Ich verfolge diese Ziele mit überzeugter Konsequenz – lieber noch aus Leidenschaft.
  3. Wenn die Planungen nicht mehr hinreichen, entscheide ich mich zur pragmatischen Begrenzung meiner Anstrengungen und zum bewussten Improvisieren. Ich riskiere und experimentiere, statt im alten, untauglichen Muster des „Immer-Mehr-Vom-Selben“ und im Kontroll-Wahn zu verharren und mich dauerhaft zu überfordern.
    Dazu empfehle ich auch den Text von Jochen Mai zur Improvisation als Schlüssel zum Erfolg.

Ergänzende Überlegungen von einer modernen Führungs-Theorie sehen die Widersprüche in der Welt. Einfache Planungs- und Management-Systeme reichen nicht mehr hin. Führung wird als Balance-Akt beschrieben.

Ich vertraue auf meine Fähigkeiten

Je ungeübter und neu jemand in einem Arbeitsfeld ist, umso eher wird sich diese Person mit gründlicher Planung abzusichern suchen.

Mit wachsender Erfahrung gewinne ich auch mehr Mut, weil ich diese immer wieder auswerte und damit verdichtet habe.

Ich übe weiter an meiner Gelassenheit.

Wenn ich in komplexen Lebens- und Arbeitszusammenhängen eh immer häufiger den Kontrollverlust erlebe, kann ich auch zunehmend üben, gelassen zu reagieren und die Situation mutig improvisierend zu gestalten.

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zuletzt bearbeitet am 23.02.2014 / 18:08 Uhr       zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht