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sich online kollaborativ fortbilden (#OpenReli – 2)

Zusammenfassung

Eine Reflexion des religionspädagogischen MOOCs zum Thema Mensch-Werden:

  • Fortbildung nebenbei: bei laufendem Unterrichtsbetrieb
  • Online-Veranstaltungen und Lehrvideos zum Selbststudium
  • Wochenaufgaben, Einladungen zu Vernetzungen und Entwicklung von allen zugänglichem Material für Schule und Erwachsenenbildung (OER)
  • Habe viel gelernt. – Vielen Dank!

Parallel zum Alltag: stark beschränkte Möglichkeiten

Der Alltagsablauf im Herbst lässt wenig Freiheiten und Spielräume.

Weil ich aber schon jahrelang die kollegiale Zusammenarbeit von Lehrerinnen und Lehrern bei der Entwicklung und Verfeinerung von Unterrichtsentwürfen und -materialien [1]fordere und fördere [1], wollte ich andererseits diese Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen.

Für einen Familienmenschen waren die Live-Übertragungen überwiegend zu ungünstigen Zeiten, weil genau in den Familienzeit terminiert.

MOOC OpenReli: Online-Zeiten und viele Möglichkeiten und Anregungen zum Selbststudium

openreli

Das Format MOOC habe ich hier zum ersten Male selbst erprobt und ich erhoffte mir neue Lern-Erfahrungen, Kontakte zu engagierten Religionspädagog/innen und Anregungen für neue Denk- und Reflexions-Richtungen.

Besonders hilfreich waren

Mein Eindruck von meinem Lernzugewinn

  1. Die Reflexion mit dem Blick auf die Kompetenz-Zugewinne der Schülerinnen und Schüler war mir nicht fremd. Der ausdrücklich kompetenzorientiert formulierte Ansatz bietet mir einen theoretischen Rahmen und unterstützt meinen Fokus nochmals.
    In der Folge formuliere ich angezielte Kompetenz ausdrücklicher in meine Unterrichtsskizzen und beginne, den für mich im kompetenzorientierten Ansatz enthaltenen Perspektiven-Wechsel und die daraus erwachsende Kritik an „gewohnten Unterrichts-Inhalten“ in der Praxis zu erproben und zu reflektieren.
  2. Angeregt aus diesem Fortbildungsimpuls habe ich mich mit technischen Aspekten von MOOC, Hangout und twitter mehr beschäftigt und mir eine Testphase von einem halben Jahr für die Integration in meinen methodischen Baukasten vorgenommen.
    Meine ersten Eindrücke – insbesondere von twitter – sind für mich positiv und lustvoll: Ich habe schon viele gute Ideen aus twitter gewonnen.
  3. Die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe BBS (Lehrer/innen aus den beruflichen Schulen aus mehreren deutschen Bundesländern, Tirol und Österreich) hat viel Freude gemacht (in den online-Konferenzen, in der irp-Gruppe und über die Blog-Seiten) und hat viel und angenehm angeregt.

Konkrete Erträge für meine Unterrichtspraxis

Mein Erfolgskriterium für diese Fortbildung war,  drei Anregungen für meine praktische Arbeit im Religionsunterricht in beruflichen Schulen zu gewinnen, möglichst mit sofort einsetzbarem Unterrichts-Material und über vorhandene Unterrichtsideen zu reflektieren.

Tatsächlich habe ich alle Kriterien erreicht:

  1. Konkret habe ich viele Einzel-Methoden kennen gelernt (oder wurde wieder daran erinnert). Zum Beispiel
    > einen Video-Ausschnitt zum Thema „Fußball-Gott“ [4] – besonders passend zu meiner Adressatengruppe
    > Zugänge oder erste Eindrücke graphisch darstellen zu lassen oder auch zu malen (habe ich früher schon mal angeboten, offensichtlich aber wieder vergessen)
  2. In der Arbeitsgruppe hatten wir eine mehrere Schulstunden umfassende Unterrichtsreihe zur großen Frage nach dem Sinn des Lebens und der Frage nach der Bedeutung des Weihnachtsfestes entwickelt [5] und tolles Material dazu gesammelt. – Eine Aneignung für meinen Unterricht werde ich in diesem Advent in mehreren Klassen erproben.
  3. twitter [6] und online-Dokumente [7] habe ich als eine Möglichkeit des backchannels [8] kennen gelernt – und auch das werde ich (im Unterricht und bei der nächsten Fortbildung) erproben.

Herzlichen Dank an die Initiatoren und alle Beteiligten für ihr Engagement und die vielen Anregungen

Ich weiß, dass hinter einer solchen Veranstaltung eine Menge Arbeit steckt und dass es einer eigenen Mühe bedarf, seine Ideen, Bemerkungen und Materialien für andere verständlich aufzubereiten.

Für beides bin ich dankbar und freue mich auf die „Risiken und Nebenwirkungen“.

Weiterführende Links

zuletzt bearbeitet am 25.11.2013 / 18:22 Uhr     
Creative Commons Lizenzvertrag [11]
Auswertung des MOOC MenschWerden von M. Veeser-Dombrowski [12] ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz [11].

4 Comments (Open | Close)

4 Comments To "sich online kollaborativ fortbilden (#OpenReli – 2)"

#1 Comment By Reinhard Weber On 25. November 2013 @ 14:42

Lieber Michael!

Danke für deine Rückmeldung. Es hat Spass gemacht, dich kennen zu lernen und gemeinsam zu werken.

LG, Reinhard

#2 Comment By Christian Günther On 26. November 2013 @ 18:33

Lieber Michael,

danke für deine eingehende Betrachtung! Ich fasse das als Ermutigung auf, eine Neuauflage eines verbesserten Openreli-Kurses zu veranstalten, sobald wir ein packendes Thema gefunden haben.

LG, Christian

#3 Comment By Michael Veeser-Dombrowski On 1. Dezember 2013 @ 07:50

Lieber Christian,

genau so wollte ich verstanden werden. –
Nochmals Danke für Dein/Eurer Engagement.

Liebe Grüße, Michael

#4 Comment By Michael Veeser-Dombrowski On 1. Dezember 2013 @ 07:52

Lieber Reinhard,

danke Dir gleichfalls.
Bin sehr gespannt auf die Reaktionen meiner Schülerinnen und Schüler aus den technischen Berufsschulen.

Wir beleiben ja in Kontakt.
Das ist gut.

Einen guten Advent!

Herzlich, Michael