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Reflexion hilft zu lernen – Blogparade reflektierende Praktiker, Lehrer & Co

Zusammenfassung

Routinierte Reflexion fördert das Lernen von pädagogischen Praktikern und damit die Qualität.
Dafür lohnt sich Arbeitszeit einzuplanen Zeit.

Herr Larbig lädt zu einem Austausch über Reflexions-Routinen ein.

Der Lehrer-Kollege Torsten Larbig startete in den Sommerferien eine Blogparade mit der Frage, wie Lehrende ihre Praxis reflektieren. [1]Ursprünglich war die Frage mal als Twitter-Tweet gestartet worden:

Frage an LehrerInnen: Wer führt zur Unterstützung eigener Praxisreflexion ein Arbeitsjournal? Oder: Wie sieht eure ReflexionsROUTINE aus? — herrlarbig (@herrlarbig) August 6, 2012 [2]

Schnell wurde ihm wohl klar, dass diese Frage nicht in 140 Zeichen beantwortet werden kann.

Diese Frage passt wunderbar:
Vor meinem Schuljahres-Start setze ich mir Ziele

Eigentlich beißt sich die Reflexions-Schlange hier in den Schwanz, denn Anregungen für die Ziele stammen häufig aus der Auswertung des letzten Schuljahres und meinen Erfahrungen mit meinem Unterricht und dem Nachdenken darüber, der „Reflexion“ eben.

Für jedes Schuljahr entwickle ich einen Wochen-Routine-Plan.

Als Nutzer eines nicht-digitalen Terminplaners auf Ringbuchbasis, habe ich die Möglichkeit, selbst entwickelte Formulare einzuhängen.
Sobald ich meinen vorläufigen Stundenplan bekommen habe, übertrage ich diesen in eine Wochenübersicht [3]. In diese trage ich dann bei der Unterrichtsplanung die Stunden-Themen, manchmal auch Stichworte zu Zielen, auf jeden Fall aber den Medien-Bedarf ein.
Auf der Rückseite dieses Planungsmittels [4] liste ich fehlende Klassenbucheinträge (ein fortwährender Stress-Punkt für alle „kleinen Fächer“ mit gemischten Kursen) und den Kopien-Bedarf auf.
So kann ich nebenher auch den Kopier-Aufwand verkleinern: Ich gehe meist nur zwei Male pro Woche zu größeren Kopier-Einheiten.

Nach Unterrichtseinheiten reflektiere ich.

Nach jeder Unterrichtseinheit reflektiere ich mit den Schülerinnen und Schülern nach einem standardisierten Verfahren [5] und mache mir meine eigenen Gedanken und Notizen (entweder auf den Ausdruck des Unterrichtsplanes oder auch gleich digital).

Einer kollegiale, pädagogische Fallbesprechungsgruppe

Seit dem Schuljahr 2009/2010 gibt es eine kollegiale Fallbesprechungsgruppe an meiner Schule.

Am Ende des Schuljahres hole ich mir Schüler-Lehrer-Feedback

Wie schon verschiedentlich in diesem Blog beschrieben halte ich viel von Feedback und bitte daher meine Gruppe um ein Schüler-Lehrer-Feedback [7] und auch ausgesuchte Kolleg/innen um Rückmeldung und gebe auch Feedback.

Nach dem Unterrichtsjahr werte ich aus und überprüfe meine Ziel-Erreichung

Am Ende des Schuljahres bin ich oft erschöpft und sehne mich nach Abstand und Erholung. Allerdings habe ich mir angewöhnt, mir noch ein paar Tage Zeit zum Ausklingen, Auswerten und Ordnen zu gönnen.

Diese Erntezeiten möchte ich inzwischen ungern missen:

Ich halte Reflexion für sehr wichtig und förderlich für die Weiterentwicklung.

Zusammenfassend:

  1. Ich halte viel von Reflexion und habe sie in meinen Arbeitsalltag – wie selbstverständlich – eingebaut.
    Tatsächlich schreibe ich regelmäßig Tagebuch und erkenne dabei, bei welchen Themen sich lohnen könnte, genauer hinzuschauen.
  2. Nach meine Erfahrung  gerät Nachdenklichkeit in Stress-Zeiten unter Druck. Genau dann aber ist Reflexion besonders wichtig, weil wir so Lösungen (er-) finden könnten.
    Wenn der Druck einmal zu groß wird, suche ich zuerst kollegiale und dann professionelle Unterstützung, z.B. in einer Supervision.
  3. Schließlich habe ich mir im Rhythmus von zwei-einhalb Monaten Reflexionszeiten in meinen Kalender eingetragen, an denen ich über meine Arbeit, Ziele und den nötigen Entwicklungsbedarf nachdenke. – So soll Reflexion auch in Druckzeiten nicht vergessen werden.

Weiterführende Links

zuletzt bearbeitet am 30.10.2012 / 17:20 Uhr