Schule verbessern (3); nachhaltig lernen lehren

Kurze Zusammenfassung

Allgemein ist die Funktion des Gehirns gut bekannt. Wir wissen also theoretisch, wie Lernen gelingt.
In den Schulen wird aber überwiegend noch nach der Kurz-Zeit-Lern-Technik gearbeitet: Zu Klassenarbeit muss der Inhalt gewusst werden, anschließend wird nichts mehr gefragt und nichts mehr wiederholt: Fast alles wird wieder vergessen!
Diese Erfahrungen aus Unterricht und Prüfungen machen mich sehr nachdenklich: Eine andere Art der Klassenarbeiten kann eine Verhaltensänderung hin zum nachhaltigen Lernen der Schüler/innen bewirken.

Gliederung

Mein Ziel als Lehrer: Nachhaltiges Lernen lehren

Das Wichtigste in der Schule scheint mir zu sein, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie sich selbst notwendiges Wissen selbst erarbeiten und dass sie dabei effektiv sind.
Bisher habe ich dies dadurch angestrebt, dass ich zu Beginn meines Unterrichts über Grundlagen des Lernens und ein paar prinzipielle Funktionen des menschlichen Gehirns informierte und für ein dreistufiges Lern-Verfahren der Schüler warb.

Ein paar Schüler haben diese Empfehlungen aufgenommen und damit gute Erfahrungen gemacht. Es tut gut, nach einigen Jahren dann davon zu erfahren.

Die Mehrheit meiner Schülerinnen und Schüler hat aber zum Zeitpunkt, da ich ihnen eine neue Form des Lernens vorgeschlagen habe, bereits ihre eigene Vorgehensweise eingeübt und sehr stark verfestigt.
Eine Änderung dieses Verhaltens kostet Energie. Warum sollten sich die Schülerinnen und Schüler anstrengen? – Überwiegend hat die weit verbreitete Methode, erst kurz vor der Klassenarbeit zu lernen, bisher doch funktioniert!

Eine realistische Bestandsaufnahme: Die Mehrheit der Schüler/innen lernt nach dem “Kellner-Prinzip!”

Wer Schülerinnen und Schüler aufmerksam beobachtet (und ich tue dies im Unterricht und manchmal auch in den Straßenbahnen vor und nach dem Unterricht) wird feststellen und hören können, dass sie erst kurz vor Klassenarbeiten oder Prüfungen wirklich ernsthaft lernen.

  • Sie haben dieses Verhalten gelernt. Bisher hatte es in der überwiegenden Anzahl der Fälle auch funktioniert.
  • Wir Lehrerinnen und Lehrer haben sie so trainiert, denn wir prüfen in der Regel am Ende einer Unterrichtseinheit. Das hat ja auch einigen Sinn!

Leider führt dies dazu, dass die Erträge dieser manchmal heftigen Lern-Bemühungen, weil im Kurzzeit-Gedächtnis gespeichert, eben auch sehr schnell wieder verloren gehen. – Langfristig bleibt eher eine Abneigung und ein Erlebnis von “Ich kann das halt nicht gut!”, also eher Ent- als Er-Mutigung.

Es werden frühere Unterrichtsthemen in Klassenarbeiten abgefragt.

Die Idee in Stichworten:

  • Optimal: Die in einer Klasse oder einer Jahrgangs-Stufe unterrichtenden Lehrkräfte einigen sich auf dieses gemeinsame Vorgehen.
  • Die betroffenen Klassen oder Kurse bekommen einige Grundinformationen über Lernen-lernen und die Grundfähigkeit des menschlichen Gehirns, mehrmals selbständig bearbeiteten Stoff gut zu erinnern.
  • Dann wird angekündigt, dass zukünftig jeweils ein Viertel der erreichbaren Punkte in einer Klassenarbeit oder Klausur über Aufgaben aus länger zurückliegendem und wiederholtem Unterrichtsstoff zu erarbeiten sein wird.
  • Vor jeder Klausur wird der entsprechende Stoff rechtzeitig angekündigt und in einer Schulstunde neu entstandene Fragen auch beantwortet.
    Für diese Wiederholungs-Stunde für länger zurückliegende Inhalte eignet sich die “Über-Kreuz-Frage-Methode”, wie sie im Beitrag “vierfach effektiv lernen” dargestellt wurde.

Begründung

  1. Nur wenn es eine Verhaltensänderung (hin zum nachhaltigen Lernen, das heißt regelmäßigen Wiederholen und selbständigen Arbeiten) einen Unterschied macht (und das bedeutet für Schüler/innen, wenn die Noten sich ändern), werden wir ein anders Lehr-Lern-Verhalten etablieren können!
  2. Die Schüler/innen haben diese Verhaltensweisen als Reaktion auf bisherigen Unterricht und ihre Erfahrungen mit Leistungsmessungen entwickelt. Der Ansatz für eine Veränderung muss demnach höchstwahrscheinlich und logisch auch wieder in einer anderen Art von Unterricht und Formulierung von Aufgaben für Klassenarbeiten liegen.
  3. Kurzfristig wird sich der gefühlte Leistungsdruck bei der Schüler/innen erhöhen. (Ich höre sie schon rufen: “Was sollen wir denn noch alles lernen?”
  4. Langfristig wird diese gehirngerechtere Art zu lernen die Schüler/innen aber entlasten, denn sie werden sich durch regelmäßiges Wiederholen und Fragen-Stellen-Können in der Wiederholungsstunde vor der Klassenarbeit die Inhalte länger merken und neue Inhalte besser merken und einordnen können.

Eine Diskussion über Kommentare ist mir herzlich willkommen!

zum Artikelanfang


Dieser Beitrag gehört zur Reihe “Schule verbessern”:

Das könnte Sie auch interessieren:

und vielleicht interessiert Sie das auch noch:

Zuletzt geändert am 8. April 2010 / 08:03 Uhr zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Schule verbessern (2): reflektieren und Lernen organisieren

Zusammenfassung

Schulen haben das Ziel, Schüler/innen das Lernen möglich zu machen und ihr Lernen zu fördern.
Unsere  Welt verändert sich in einem rasenden Tempo.
Dies bedeutet, dass auch die Institutionen des Lernens (Schulen und  Fortbildungseinrichtungen) sich weiter entwickeln sollen, um ihre Ziele zu erreichen: Auch die Institution Schule muss lernen!

Meine Erfahrung mit Institutionen ist, dass einmal eingeübte Abläufe selten nochmals reflektiert werden und so Entwicklungen gestoppt sind.
Regelmäßige Reflexionen können allen an Schulen Beteiligten helfen, zu lernen und sich weiter zu entwickeln. So kann auch die Institution Lernen lernen.

Gliederung

Vom Ziel der Schule her denken: “Lernen möglich machen”

Wie im ersten Text zu dieser Reihe schon angedeutet, halte ich es für wesentlich, dass die Schulen selbst zu lernenden Einheiten werden.

Denn das Haupt-Ziel schulischer Einrichtungen ist es, Lernprozesse (besonders für die Schülerinnen und Schüler dort) möglich zu machen.

Dieses Ziel kann umso wirksamer angesteuert und umso glaubwürdiger vertreten werden, je konsequenter es auch auf die eigene Praxis (des Unterrichtens und der Verbesserung der Schul-Organisation) angewandt wird.

Dafür benötigen die Lehrkräfte und die Leitenden eine entsprechende Haltung:
“Es gibt noch etwas zu lernen!”

Wer schon annimmt, dass sie oder er schon alles weiß, wird konsequenterweise aufhören zu lernen. Dass ich es grundsätzlich für nicht realistisch halte, habe ich im ersten Artikel zu dieser Reihe schon ausführlich dargestellt: Die Welt, unsere Umwelt, ändert sich zu schnell, um tatsächlich annehmen zu können, wir hätten schon alles Notwendige gelernt.

Selbst beschreibe ich mich als neugierigen Menschen und ich vermute, dass diese Fähigkeit, andere Sichtweisen und andere Menschen interessant zu finden, mir viele Freude an meinem Umgang mit Schülerinnen und Schülern ermöglicht.
Ich nehme tatsächlich an und werde darin fast täglich bestätigt, dass ich noch etwas dazu-lernen kann. – In dieser Haltung bin ich bereit, mir Neues beizubringen und beibringen zu lassen.

Ein wesentlicher, erster, einfacher und hoch wirksamer Schritt: “Regelmäßig reflektieren”

Wer immer aktiv ist und nicht auch einmal in aller Ruhe zurück schaut, wir nur zufällig ungünstige Verhaltensweisen entdecken und sich einen mühsamen Weg immer und wieder vornehmen.

Ich schlage vor, regelmäßig nach Aktivitäten auch auszuwerten – neudeutsch: zu reflektieren.
In der Reflexion werden die Ziele mit den Erträgen verglichen und die förderlichen und hinderlichen Faktoren und Verhaltensweisen benannt. So kann jemand entdecken, wie ein Ziel günstiger (einfacher, weniger anstrengend oder auch effektiver – oder: ohne weniger Ärger bei Betroffenen) erreicht werden kann.
Manchmal führt eine solche Reflexion auch dazu, die Ziele selbst zu hinterfragen – oder auch zu bemerken, dass die Zielvorstellungen gar nicht vorhanden oder undeutlich sind.

In einem der nächsten Beiträge in dieser Reihe werde ich dies am Beispiel des nachhaltigen Lernens deutlich machen und dazu einen Vorschlag vorlegen.

Auch Kommentare sind mir herzlich willkommen!

zum Artikelanfang


Weiterführende Links:

Dieser Beitrag gehört zur Reihe “Schule verbessern”:

  • Schule verbessern (1): im rasanten Wandel
  • Schule verbessern (2): reflektieren und lernen organisieren
  • Schule verbessern (3): nachhaltig lernen lehren (These: Die Form der Klassenarbeiten hat auch eine wesentliche Bedeutung für das Lernverhalten der Schüler/innen. Langfristiges und damit nachhaltiges Lernen der Schüler hängt auch von der Unterrichtsgestaltung durch die Lehrer/innen ab!)
    Die Reihe wird fortgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren:

und vielleicht interessiert Sie das auch noch:

Zuletzt geändert am 7. April 2010 / 07:35 Uhr                          zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Schule verbessern (1): im rasanten Wandel

Kurze Zusammenfassung und Gliederung

Die Welt, für die Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Studierende gebildet und ausgebildet werden sollen, verändert sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Die Steigerungsraten sind exponentiell.
Damit werden die Rahmenbedingungen für Schulen, Ausbildungen und Studiengänge extrem unübersichtlich.
Klagen helfen nicht! – Alle Beteiligten sollten sich damit auseinander setzen und produktiv nach Lösungswegen und Lösungen suche.

Positiv gestimmt bleiben und auch positiv formulieren

Mit diesem Artikel beginne ich eine lose Reihe mit gesammelten Ideen und Überlegungen zur Verbesserung der Schulen.

Gejammert und beklagt wird genug über:

  • mangelnde Ausstattung der Schulen und Klassenzimmer
  • die optimierbare Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer
  • fehlende Schlüsselqualifikationen, Grundbildung und auch Erziehung von Schülerinnen und Schülern
  • schlechtes Image der Lehrkräfte und der Schulen, Ausbildungen und Studiengänge

Aus meiner Kenntnis hirnphysiologischer Bedingungen des menschlichen Lernens weiß ich, dass Verneinungen vom Gehirn ignoriert werden. Damit sind Negativ-Aussagen genau nicht produktiv handlungsleitend, sondern sie wirken in die unerwünschte Richtung: Die beklagten Zustände werden in dieser Negativ-Sprache für das Gehirn bestätigt und verfestigt!

Bedenkenswerte Ansätze und gute Praxis wird hier gesammelt und weiter gegeben.

Es gibt eine Menge guter Ideen und bedenkenswerter Ansätze. Manchmal sind sie allerdings etwas versteckt. Manchal wundere ich mich im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen, dass diese von ener Quelle oder eine Idee noch nichts erfahren hatten.
Dies war dann zuletzt der Anstoß für diese Reihe: Wenn ich etwas Anregendes finde oder schon kenne, von dem ich annehme, dass diese Idee oder Praxis aufbauende für gute Schulen der Zukunft sein könnte, werde ich davon dieser Reihe “Schule verbessern” berichten.

Shift happens! – Did You Know?

Schon vor über einem Jahr wurde ich auf eine kurze Präsentation aufmerksam: Der US-Amerikaner Karl Fisch hatte in sechs Minuten die immensen Veränderungen in unserer Gesellschaft und die sich in rasantem Tempo verändernden Anforderungen an die zukünftigen Generationen eindrucksvoll zusammen gestellt. – Er gab seiner Präsentation den hintergründig anlautenden Titel “Shift happens!”

Neulich stieß ich wieder darauf und stellte fest, dass es inzwischen mehrere aktualisierte Versionen und auch eine etwas ältere deutsche Version bei Youtube gibt:

Did You Know 3.0 – Shift happens! (by Karl Fisch)


direkt zu Youtube
Das zum zugehörigen Team- und Schul-Entwicklungsprozess gehörendes Blog “Fischbowl” (Dort finden Sie auch den Text der ursprünglichen Power-Point-Präsentation vom August 2006 und Vieles mehr.)

Bei dotSUB.com ist die neueste Version auch zu sehen – mit dem Vorteil, dass man die Untertitel in vielen Sprachen wählen kann. Diesen Tipp fand ich beim Torsten Meyer, Erziehungswissenschaftler an der Universität Hamburg.

Eine aktualisierte, deutsche Version von März 2009:


direkt zu Youtube
[Ursprünglich entwickelt von Karl Fisch, unterstützt von Scott McLeod. Dann ins Deutsche übersetzt von Bernd Nürnberger und schließlich weiter angepasst in März 2009 von Barry van Setten.]

Weitere Hintergrund-Informationen und Versionen:

Einige bemerkenswerte und herausfordernde Aussagen:

  • Ganz viele Rahmenbedingungen ändern sich in zunehmender Geschwindigkeit. Die Kurve verläuft exponentiell!
  • Die Bevölkerungsanteile der Weltbevölkerung werden sich sicher verschieben.
  • Das verfügbare Wissen wächst rasend schnell und die Zugangsmöglichkeiten für viele Menschen wachsen noch schneller.
  • Durch expotenziell wachsende Medien-Nutzung verändert sich unsere Wahrnehmung der Welt und die Bewertung des Wissens
  • Schließlich können wir annehmen, dass die Anforderungen an erfolgreiche Lernumgebungen sich auch verändert haben.

Nun beginnt die pädagogische Herausforderung

Was bedeutet dieser Wandel für Schülerinnen und Schüler und natürlich auch für Lehrerinnen und Lehrer?
Die Diskussionen haben in manchen Kollegien und Meinungsgruppen und der pädagogischen Theorie begonnen.
Nun sind die Lehrkräfte gefordert, Versuche zu starten, zu erproben und Erfahrungen zu sammeln.

Die Lehrkräfte und die Schule sollen selbst in einen Lernprozess eintreten.
(Mehr dazu bald in einem nächsten Text in dieser Reihe.)

Weitere Tipps und Hinweise und selbstverständlich auch Diskussionsbeiträge sind sehr erwünscht

Wenn Sie Material verfügen

  • über Ausgangspunkt für neue Entwicklungen
  • über erfolgsversprechende Ideen
  • oder gelingende Praxis

bitte ich um einen Hinweis und möchte diese Tipps und Materialien dann gerne wieder hier veröffentlichen.

Auch Kommentare sind mir herzlich willkommen!

zum Artikelanfang


Dieser Beitrag gehört zur Reihe “Schule verbessern”:

Das könnte Sie auch interessieren:

und vielleicht auch noch interessant für Sie:

    Zuletzt geändert am 06. April 2010 / 10:45 Uhr                          zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

    selbstmotiviert lernen (1): eigene Ziele, Meilen- und Stolpersteine festhalten

    Mit diesem Beitrag eröffne ich eine neue thematische Reihe zu meinem Leib-und-Magen-Thema, der Gestaltung von effektiven Lernprozessen.

    In lockerer Folge werde ich immer wieder darauf zurückkommen und weiter schreiben.

    Was früher “Lerntagebuch” hieß, wird heute “Portfolio” genannt.

    Früher hätte man ein “Lerntagebuch” angefertigt, in dem die Ausgangslage, die Ziele, Kriterien für die Zufriedenheit mit dem erreichten und – bei ganz gewitzten Auftraggebern – auch noch die Stolpersteine und die Belohnung am Ende, wenn das Ziel erreicht wurde, notiert wurde.

    Heute wird eine solche Sammlung von Reflexionen “Portfolio” genannt.
    Manchmal wird unter diesem Begriff auch nicht nur die gebündelte Reflexion sondern auch die Sammlung der Ergebnisse selbst verstanden.

    Eine Form, die auch die für Jugendliche spannenden neuen Medien einbeziehen, sind Blogs mit beiden Aspekten: Ergebnissen und Reflexionen zu einem Unterrichtsprojekt, dazu noch öffentlich zugänglich, aslo “echt” und wichtig.
    Eine sehr kundige Einführung und Sammlung von Erfahrungen und Praxisbeispielen zum Lernen mit “neuen Medien” findet sich bei Lisa Rosa in Ihrem Blog “shift – Weblog zu Schule und Gesellschaft.

    Wer die eigenen Ziele kennt, kann sie auch anstreben.

    Der erste Schritt, ist ein Ziel zu haben: Irgend etwas möchte ich lernen, herausfinden oder üben.
    Wenn ich mir dann noch die Mühe mache, dieses Ziel auch schriftlich fest zu halten, bemerke ich, ob ich mir darüber im Klaren bin, mir selbst sicher bin oder doch noch etwas undeutlich blieb und noch geklärt werden sollte.

    Wer sich der eigenen Fallen bewusst ist, kann diese eher vermeiden.

    Wer kennt das nicht? Ich habe mir etwas vorgenommen, fange an und lande dann doch (wie schon so oft) bei einer ganz anderer Tätigkeit. Vielleicht ist dies der Hinweis auf einen oft begangenen Umweg, sozusagen eine ständige Einladung an mich selbst, nicht die Hauptsache sondern eine viel lieber geübte Nebensache zu tun.
    Wer Arbeitsblätter erstellen soll, kennt vielleicht die Verlockungen moderner Textverarbeitungsprogramme, das Aussehen des Textes mit den vielfältigen Möglichkeiten “zu optimieren” – ein oft begangener Umweg.

    Wer Hilfen kennt, kann sich unterstützen lassen.

    Auch die Möglichkeiten der Unterstützung für die Erreichung des Ziels zu beachten und zu nutzen, ist sinnvoll und kann das Ziel erreichbarer werden lassen.

    Es motiviert zusätzlich, wenn ich mir für das Ziel eine Belohnung überlegt habe.

    Gerade lohnende, also oft schwierige Ziele bedürfen einer großen Kraftanstrengung und meistens auch eines Durchhaltewillens. Um diese Kraft und Disziplin auch wirklich aufzuwenden, kann ich mich mit einer selbst ausgelobten Belohnung zusätzlich motivieren.

    Selbst habe ich gute Erfahrungen mit der Übung “Vertrag mit mir selbst”.

    Folgende – oder ähnliche Fragen – beantworte ich für mich selbst schriftlich:

    1. Was möchte ich (bis wann) erreichen?
      (Woran werde ich bemerken, dass ich dieses Ziel erreicht habe?)
    2. Was werde ich für dieses Ziel (bis wann jeweils) tun?
    3. Mit welchen drei ersten Schritten beginne ich (bis wann jeweils)?
    4. Was könnte ich tun, um nicht erfolgreich zu sein?
    5. Wer oder was könnte mich (wie) in meinem Ziel unterstützen?
    6. In welchen Zeiträumen werde ich wieder über diese Ziel und wie weit ich gekommen bin nachdenken?
      (Diese Termine werden in meinen Terminkalender übertragen.)
    7. Wie werde ich mich selbst für meinen Erfolg belohnen?
      (Wie werde ich mit wem mein erfolgreich erreichtes Ziel feiern?)

    Diese Übung kann sowohl am Anfang des Unterrichtsjahres, einer Unterrichtseinheit oder eines Themas in der Beratung stehen. Sehr empfehlenswert ist es, sich schriftlich fest zu legen. Wesentlich sind auch die (mit sich selbst) vereinbarten Überprüfungs-Termine. – Entschiedenheit ist gefragt.

    Dieser Beitrag gehört zur Reihe “selbstmotiviert lernen”

    Die Reihe wird fortgesetzt.

    Beiträge mit ähnlichem Inhalt: Die Reihe “Profession Lehrkraft”:

    und vielleicht interessiert dies auch noch:

    Zuletzt überarbeitet am 19. August 2010 / 08:05 Uhr

    Ferienzeit ist Orientierungszeit

    Für viele Menschen ist jetzt im Sommer die Zeit, in der sie Urlaub machen können.

    Ich wünsche allen, dass ihnen gelingt,

    • Routinen zu unterbrechen
    • Abstand zu gewinnen und abzuschalten
    • sich zweckfrei Zeit zu geben
    • und sich gut zu erholen.

    Ferien


    Außerdem ist die Urlaubszeit auch eine Möglichkeit,
    sein Leben nochmals in Ruhe zu betrachten
    und nach Orientierung zu schauen,
    auch
    auf sich selbst und Orientierungen zu hören
    (für Bibel-Leser/innen: vgl. 1 Kön 3, 5.7-12),
    Ziele zu überprüfen und neue Ziele zu setzen.

    Dazu können solche – oder ähnliche – Fragen hilfreich sein:

    • Womit bin ich zufrieden?
    • Was wünsche ich mir nicht so, wie es ist? Wie sollte es meines Erachtens werden?
    • Habe ich ein großes Ziel oder mehrere kleine Ziele? Welche?
    • Wenn ich Ziele hatte, habe ich diese erreicht? Wie weit? Wie? Warum eventuell nicht?
    • Mit welchen Personen möchte ich mehr Kontakt?
    • Welches Thema in meinem Leben soll mehr Energie bekommen?
    • Was sagt mein “Herz” (Gefühl, Intuition)?

    Meine eigene Erfahrung mit solchen “Zwischenbilanzen”, die ich gerne für mich selbst aufschreibe und aufbewahre, ist sehr positiv.
    Ich werde mir so wieder ausdrücklicher meiner Ziele, meiner Bewertungen (“Erfolg” oder “Misserfolg” bewusst.

    Aus diesen Bilanzen entwickle ich dann kurz- und mittelfristige Ziele.

    Ich wünsche allen Leser/innen von Herzen, dass ihre Bilanz zufriedenstellend ausfällt und dass sie sich anregend, vielleicht sogar herausfordernde Ziele für Ihren nächsten Lebensabschnitt setzen können.

    zuletzt bearbeitet am 8. 08. 2010                  zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

    Selbst-Marketing via bookmarking-Dienste

    Wie kann meine Website besser gefunden werden?
    Wie erhöht man die Sichtbarkeit im Netz?

    Ein Weg scheint Technorati Profile zu bieten.
    Ich werde es versuchen und wieder berichten.
    Kurzfristig hatte die Plattfom ein kleines technisches Problem und meldet einen unerwarteten Fehler.

    Dann ging die Registrierung sehr unkompliziert und kostenfrei.

    Add to Technorati Favorites

    Weiter ging es – und am Ende hatte ich dann auch noch ein plugin für WordPress mit einer Auswahl von Sozial Bookmarks entdeckt. Ich wähle nur solche Bookmark-Dienste aus, die kostenlos sind.