Lehrkräfte können,
wenn sie Ihre Arbeit systematisieren,
für Entlastung und guten Unterricht sorgen.Ich empfehle:
- konzeptorientiert zu arbeiten
- Unterricht (fast) immer schriftlich vorzubereiten
- wenn möglich, diese Vorbereitung digital zu speichern
- Raster und Formen bereit zu stellen
- ein Stunden-Tableau mit Zeiten, Zielen, Teilzielen und Methoden-Hinweisen
- eine sinnvolle Ablage
- regelmäßige Reflexionen und daraus folgende Verbesserungen
Einige Ideen und Erläuterungen:
- Ein Konzept zu haben hilft, auszuwählen, Dringlichkeiten zu gewichten und nach dem Unterricht zu entscheiden, ob er gut – mäßig oder schlecht (sehr verbesserungswürdig) war.
- Eine schriftliche Vorbereitung schafft Sicherheit. Was ich schriftlich niedergelegt habe, habe ich meistens auch verstanden.
Ich kann mit dieser Sicherheit dann auch leichter jonglieren: Wenn eine Arbeitsschritt im ersten Teil der Doppelstunde mehr Intensität und Zeit erforderte, werde ich im Verlauf der Doppelstunde versuchen, etwas schneller mit den Schülerinnen und Schülern zu arbeiten, um wieder in den Zeitplan zu kommen. (Entsprechendes kann man auch auf ganze Unterrichtseinheiten übertragen.) – Prinzipiell finde ich die Zeitstruktur manchmal hinderlich, anderseits sehe ich die Notwendigkeit, (gerade in der Oberstufe) in einer bestimmte Zeit vorgesehene Stofffüllen auch zu bearbeiten, weil sie anschließend in zentral formulierten Aufgaben geprüft werden (z. B. Abitur). - Wer seine Unterrichts-Entwürfe im PC speichert und eine gewisse Grundsystematik einhält, findet sie wieder und kann auch leicht daran weiter arbeiten. (Kopier-Vorlagen sind bei mir sehr viel schneller verloren!)
- Nach einer kurzen Phase meiner Lehrtätigkeit habe ich entdeckt, dass es hilfreich ist, sich ein Raster für Unterrichteinheiten, Arbeitsblätter, Bewertungshilfen, Sitzpläne etc. bereit zu stellen und diese kontinuierlich weiter zu entwickeln. Diese entlasten nach meiner Erfahrung sehr.
- Durch die systematische, schriftliche Unterrichtsvorbereitung in Stunden-Tableaus mit Zeiten, Zielen, Teilzielen und Methoden-Hinweisen, haben ich mir einen Fundus an gelungenen und teilweise auch kommentieren Unterrichts-Stunden erarbeitet, auf den ich bei Bedarf wieder zugreifen kann – für Neuauflagen oder Verbesserungen.
- Die Wiederverwendung hängt wesentlich davon ab, ob ich die schon geleistete Arbeit wieder finde. Dazu habe ich in meiner Praxis ein Ablage-System nach Themen entwickelt. Themen ändern sich zwar auch, Lehrplan-Bezeichnungen aber sehr viel schneller!
In diese Themen-Verzeichnisse meines Rechners kann ich bei Ausarbeitung mehrere Unterverzeichnisse einfügen und das Material neu sortieren, wenn es sich mehr differenziert haben sollte. – Hilfreich erscheint mir dabei, sich für ein Ordnungs-System zu entscheiden und dieses dann auch konsequent durchzuhalten.
Mehr zur Systematik der Ablage finden Sie hier.]LINK} - Am Ende einer Unterrichtseinheit, frage ich die Schülerinnen und Schüler und auch mich selbst, was gelungen und was noch verbesserungswürdig sei. - Nicht immer arbeite ich die Idee sofort in die Unterrichts-Entwürfe ein, aber ich notiere sie mir; allermeist auch in die Dateien.
Interessante Links:
- ein Beitrag mit einem verwandten Thema Kooperation entlastet
- Artikel-Reihe in dieser Website: “Profession Lehrkraft”
- aus der Reihe “Schule verbessern”, der zweite Artikel: Reflektieren und Lernen organisieren
- konsequent ist es dann, den Unterricht auch weiter zu verbessern
- zum Schüler-Feedback finden Sie hier Anregungen.
zuletzt bearbeitet am 8. April 2010
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