Selbstorganisation und Ablage

Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte haben die große Chance, einen Teil ihrer Arbeitszeit selbst zu organisieren.

Ich rate hier allen , diese Chance zu ergreifen:
Eine für sich selbst passende Selbstorganisation mit funktionierender Archivierung von Material und Unterrichtsmaterialien zu entwickeln, lohnt sich auf Dauer ganz sicher.

Für mich gehört zur Selbstorganisation:

  1. Ziele haben und deren Umsetzung planen
  2. Diese Ziele und die entsprechenden Aufgaben in die Zeiten klug einplanen
  3. Zwischenreflexionen
  4. Ablage- und Archiv-System entwickeln und diese Ordnung konsequent umsetzen

Ideen dazu:

  • Ziele finden und deren Umsetzung planen
    “Wer nicht weiß, wohin die Reise gehen soll, für den ist jeder Wind der falsche.”
    Diese Segler-Weisheit gilt für viele Bereiche der planvollen Arbeit.
    Wenn ich meine Ziele (Ich rate ja nachdrücklich zu einem eigenen Konzept der Arbeit; z. B. hier.) formuliert habe und die Umsetzung tatsächlich anstrebe,  so ist eine Umsetzung zu planen.
  • Zum Thema “Ziel- und Zeit-Management” gibt es Berge von Hilfestellungen und Theorien. Jenseits aller Wettkämpfe um die beste Organisation der Ziele, Zeiten und Aufgaben erscheint mir die Entscheidung für die tatsächliche Umsetzung ein wesentlicher Punkt zu sein.
    Meine Erfahrung: Anfangen und die Mittel nach persönlichem Interesse und persönlichen Vorlieben und Rhythmen weiter entwickeln, hat sich bei mir selbst bewährt.
  • Kein vernünftiger Mensch würde ein großes Projekt (Reise, sportliches Leistungstraining etc.) ohne Zwischen-Reflexion und Angleichung der Verfahren bestreiten wollen.
    Im Bereich der geistigen Arbeit ist diese Zwischenreflexion genau so wichtig. – Manchmal sogar erscheint mir, noch wichtiger, weil wir sonst erst am Ende des Unterrichts oder gar erst bei der Prüfung entdecken, was verbesserungsbedürftig gewesen wäre. Dann ist diese Einsicht manchmal eher tragisch, weil nicht mehr zu ändern.
    Ich empfehle Zwischen-Reflexionen nach ungefähr drei Monaten, also in der Hälfte des Schulhalbjahres und am Ende.
  • Die Datenmenge wächst ständig. Wer einmal einen Unterricht entworfen hat, möchte diesen Entwurf wieder finden. Entwürfe oder Kopiervorlagen zu suchen, bedeutet sinnlose Zeitvergeudung.
    Ein einfaches, passendes System für die
    Ordnung zu haben und anzuwenden, spart sehr viel Zeit und Ärger.
    Ich habe entdeckt, dass für mich als allgemeinbildender Lehrer eine Ablage nach inhaltlichen Schlagworten sinnvoller und beständiger ist, als die Systematik des derzeit gültigen Lehrplans zu übernehmen:
    Lehrpläne ändern sich immer wieder, inhaltliche Zusammenhänge wesentlich seltener.
    Sowohl in der Verzeichnis-Struktur meines Rechners als auch in den Archiv-Ordnern für Material und ausgedruckte Unterrichtsentwürfe verfolge ich dieses Verfahren seit nunmehr acht Jahren und habe gute Erfahrungen damit.
    Da ich die Aktenordner als zu groß und unflexibel einschätze, habe ich selbst mich für ein Lose-Blatt-Sammel-System entschieden. So kann ich die passende Stichwort-Mappe jeweils mit in die Schule nehmen. Wächst ein Ablagemappe im Laufe der Zeit zu einem unförmigen Papier-Packen an, so kann ich den Inhalt leicht auf mehrere Unter-Themen aufteilen.
    Meine Empfehlung:
    Geben Sie Ihrer Ablage (auch im PC) eine eindeutige und überzeugende Ordnung, die zu ihnen selbst passt und setzen sie diesen eigenen Standard konsequent um.
    Meine Systematik für die Benennung der Dateien: Zuerst die Nummer der Lehrplaneinheit, dann die Stunden-Nummer, anschließend der Buchstabe für die Art des Materials (UAP = Unterrichts-Ablauf-Plan, F = Folie, AB = Arbeits-Blatt, M = Material). Dann folgt ein möglichst aussagefähiger Kurz-Titel.
    Es lohnt sich, sich einmal eine (eigene) Grundordnung für die Benennungen auszudenken und diese dann konsequent einzuhalten.

Hier einige Beispiele für Lehrkräfte:

  1. Beispielhafte Übersicht über eine Unterrichtseinheit
    (TK5-0_u_TK5-1)_00_Jesus Christus-Uebersicht
    (Katholische eligionslehre am beruflichen Gymnasium in Baden-Württemberg)
  2. Beispielhafter Unterrichtsablaufplan:
    (TK5-0_u_TK5-1)_03+04_UAP_Mediale_Jesus-Bilder_heute+Umwelt_damals
  3. Beispielhafte Arbeitsblätter: hier
    a) Information über Lehrplanziele und thematischer Einstieg
    (TK5-0_u_TK5-1)_02_AB_Lehrplan-Ziele
    b) Tagesauswertung nach Ignatius von Loyola
    Arbeitsblatt zur Tagesauswertung nach Ignatius von Loyola
  4. Beispielhafte Reflexions-Struktur
    Protokollformular für die Stundennachbereitung

… für Schülerinnen und Schüler

empfehle ich die Anfertigung von Themen-Ordner und entsprechend eine Verzeichnis-Struktur nach Themen auf dem PC.
Ganz wichtig finde ich, die jeweiligen Prüfungen von Anfang im Blick zu haben und Informationen dazu in einem eigenen Ordner im PC zu speichern.
(Merke: Suchen mögen nur wenige!)

Interessante Links:

zuletzt bearbeitet am 4. Januar 2012                             zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

5 Kommentare

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