Kostenlose Vorlage Kalender 2012 – download

2008 wurden wir durch ein Projekt in der Grundschule angeregt, mit unseren Kindern in der ganzen Familie einen persönlichen Kalender selbst zu gestalten.
Dieser Wandkalender mit je einem Gedicht für jeden Monat und einer Kinder-Zeichnung hatte uns ein ganzes Jahr lang immer wieder Freude gemacht. – Jeder Monatswechsel war spannend.

Es lag nahe, diese Geschenkidee weiter zu nutzen.
Und da ich mir nur schonmal die Mühe gemacht hatte, eine Vorlage für Textverarbeitungsprogramme zu erstellen, stelle ich diese seit 2008 regelmäßig zum download bereit.
Viele haben sich daran gefreut.

Darum behalte ich diese Tradition auch dieses Jahr bei und stelle meine Vorlage allen interessierten Besuchern meiner Website zur Verfügung.
Dabei habe ich die christliche Wochentags-Zählung (Beginn mit dem “ersten Tag der Woche”, dem Sonntag) und die Feiertage für Baden-Württemberg, wie sie bei uns in der Familie begangen werden, berücksichtigt.

Die Vorlage als WORD-Datei Kalender_blanko_2012.doc (zum download hier klicken)

Es freut mich, wenn Sie Freude damit haben und anderen Freude machen können.

Vielleicht haben Sie auch Lust, Ihre Erfahrungen mit dieser Vorlage hier in einem Kommentar mitzuteilen.
Darüber würde ich mich freuen.

Viel Spaß wünsche ich Ihnen und den Beschenkten!

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zuletzt bearbeitet am 6.11.2011             zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Krise oder Alltag

Eine Krise
kann jeder Idiot haben.

Was uns zu schaffen macht,
ist der Alltag.

Anton Pawlowitsch Tschechow

Herzlichen Dank für den Hinweis an die Berater-Kollegin Kathinka Dettmer.
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Profession Lehrkraft (5): Amoklauf – Was tun wir?

Zusammenfassung und Gliederung

Nach dem ersten Schock sind Eltern, Lehrer/innen und Erzieher/innen aufgefordert, einen eigenen Standpunkt zu entwickeln. Gespräche in den Gruppen über deren Eindrücke und Bewältigungsversuche sind dringend notwendig.
Die reflexartige Suche nach Schuldigen führt oft in Sackgassen.
Wie kann Schule menschlicher gestaltet und Schüler/innen und Lehrkräfte entlastet werden?

Zur Professionalität von Lehrkräften zähle ich wesentlich

  • persönliche Kompeterz (persönliche Bewusstheit, Selbstreflexivität, Lernbereitschaft, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und Glaubwürdigkeit)
  • ausgewiesene Fachkompetenz für die unterrichteten Fächer
  • pädagogische Kompetenz (Zielgerichtetheit des pädagogischen Verhaltens auf dem Hintergrund eines eigenen pädagogischen Konzeptes)


Schock und Angst

Einen Tag nach einem blutigen Amoklauf eines bisher nicht auffälligen Schülers sind viele schockiert. Andere haben Angst, weil die Tat nach bisherigem Informationsstand nicht angekündigt war und daher auch nicht voraussehbar war. Da stellen sich viele die Frage: Kann so eine Tat auch an unserer Schule geschehen?

Material zur ersten Bearbeitung für sich selbst und im Unterricht

Julia Born von rpi-virtuell.net hat eine Zusammenfassung von Pressemeldungen und hilfreichen Links zur Arbeit zum Thema zusammen gestellt.

In dieser Linksammlung wird auch auf die Meinung des Kriminalpsychologen Jens Hoffmann von der TU Darmstadt verwiesen, der in einem Interview des Deutschlandradios vom 11. März 2009 Krisenteams an jeder Schule fordert und behauptet, das Gefährdungspotential einschätzen zu können.

Mir ist wichtig, auf die Notwendigkeit kollegialer Gespräche, Selbstversicherungen und die Entwicklung gemeinsamer Positionen im Kollegium hinzuweisen.

Auf jeden Fall erscheint mir dringend notwendig, dass in Schulklassen und Oberstufen-Kursen über die Fragen von Umgang mit Frustration, Enttäuschung und gar der Wahrnehmung, dass eine Klassenkameradin oder ein Klassenkamerade an die Grenzen gekommen ist und alleine nicht mehr weiter weiß, gesprochen wird. – Oft ist dies schon ein erster, wichtiger Schritt: Zu bemerken, dass man mit seinem Gefühl von Ärger und Wut nicht alleine steht. Und – wenn es gut geht – auch noch, dass andere – auch Lehrkräfte – dafür Verständnis aufbringen können.
Als Religions-Lehrer habe ich hier Möglichkeiten und Frei-Räume, die ich gerne für gewalt-präventive Unterrichts-Inhalte nutze.

Schule scheint für manche Jugendliche schrecklich zu sein.

Diese Tat macht meines Erachtens deutlich, dass unsere Schulen für manche Schüler/innen als schrecklich, beschämend, unterdrückerisch und unfair erlebt wird.

Ich fand dazu ein Youtube-Video von Swiss. In einem Rap wird versucht, das Erleben eines Amokläufers darzustellen:


direkt zu Youtube


Für mich stellen sich viele Fragen.
Manche stelle ich mir immer wieder.
Zu manchen Fragen habe ich Antwort-Ideen:

  1. Wie können Lehrerinnen und Lehrer ihren Kontakt mit Schülerinnen und Schülern so gestalten, dass möglichst wenig Kränkungen, Erniedrigungen, Abwertungen oder Stigmatisierungen dabei geschehen? -
    Erste Ideen:
    > offen und nach Leistungsstand und Lern-Tempo differenziert unterrichten
    > in arbeitsfähigen Gruppen (bis maximal 25 Personen)
    > methodisch vielgestaltig
    > und mit möglichst hohen Freiheitsgraden
  2. Welche Wege können wir für die Bearbeitung solcher Erfahrungen erfinden, so dass Druck abgebaut werden kann und es nicht zu einem finalen Druck-Abbau in einem Amoklauf kommen muss? -
    Erste Ideen:
    > Ausbau der Beratungsmöglichkeiten in und um die Schule
    > und Ergänzung der Schulteams um sozialpädagogische und psychologische Fachpersonen: – Allerdings kostet Personal Geld. Dafür müssen sich politische Entscheidungsträger entscheiden. Diese können von mündigen Wählerinnen und Wählern darauf angesprochen und dafür motiviert werden. – ehrlicherweise muss man aber dazu sagen: Dann kann dieses Geld nicht an anderer Stelle für andere Zwecke eingesetzt werden.
  3. Wie können wir Schule gestalten, dass Schüler/innen darin Erfolgserlebnisse und nicht Frust erfahren? -
    Erste Ideen:
    Erste Ansätze siehe Frage 1 und weitere Ansätze und Sammlungen bewährter Praktiken gibt es tatsächlich in reformpädagogischen Netzwerken, z. B. dem Archiv der Zukunft.
  4. Wie können Belastungssituationen von Lehrkräften so bearbeitet werden, so dass die den Unterricht gestaltenden Personen selbst in einer nicht aggressiven sondern wertschätzenden Grundstimmung handeln können? -
    Erste Ideen:
    Kollegiale Fallbesprechungsgruppen oder Gruppen-Supervision für Lehrerinnen und Lehrer
  5. Wann werden die für die Schulverwaltungen Verantwortlichen wahrnehmen, dass Schulen oft am Rande der Überlastung oder tatsächlich überlastet den Umgang mit Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen nicht mehr menschlich und produktiv leisten können?
    Stichwort dazu:
    > Die Klassenteiler sind aktuell zu hoch und werden erst zu spät gesenkt.
    > Die Deputat-Belastung ist zu hoch, wenn Lehrerinnen und Lehrer tatsächlich eine Lern- und Arbeitsbeziehung mit ihren Schülerinnen und Schülern aufbauen und pflegen sollen. (weiter: Kleiner Eindruck in den Alltag des engagierten Lehrers, Kai Winkler.)
    > Die Räume in den Schulen sind oft zu klein, schlecht ausgestattet und oft sind es zu wenig für sinnvollen und erfolgreichen Unterricht
    Erste Ideen:

    Das sind politische Fragen zur Verteilung von Geldern und entsprechenden Prioritätensetzungen! – Selbst bin ich an dieser Stelle eher resignativ bis sarkastisch: Ich stelle fest, dass in Sonntagsreden viel Unterstützung versprochen und im politischen Alltagsgeschäft wenig davon umgesetzt wird. Die Lehrkräfte können kaum mehr Druck erzeugen, da sind noch andere Personengruppen gefragt! – Ich rette mich in den kabarettistischen Blick.
  6. Wie werden Lehrer/innen, Schulleitungen und auch die Eltern in ihren Erziehungs- und Bildungsaufgaben unterstützt? -
    Erste Ideen:
    Auch dies kostet voraussehbar Geld. Weiterführende Überlegungen gibt es natürlich auch zu dieser Frage, z.B. in Heft 3/2009 der Zeitschrift Pädagogik zu “Unterstützungssysteme”.
  7. Die Wahrnehmung der Kinder und Jugendlichen wird durch den Umgang mit modernen Medien grundsätzlich verändert und dies wird im Alltag der Familien und Schulen bislang zu oft noch ignoriert.
    Auf jeden Fall wird diese noch nicht produktiv aufgearbeitet. Und ich meine da nicht nur Gewaltspiele. -Die meine ich aber natürlich auch! – So haben Psychologen inzwischen gut erforscht, wie gewalthaltige Computer-Spiele die Tendenz zu Gewaltanwendungen fördern.Auch durch die Dauerpräsenz eines Themas werden möglicherweise der eine oder die andere zu unbedachten Taten eingeladen. Sogenannte “Nachahmungstäter” oder “Trittbrettfahrer/innen” drohen mit Gewalttaten und ängstigen ganze Schulen. Zum Beispiel: Amok-Lauf-Drohung an der Richard-Fehrenbach- und der Walther-Rathenau-Gewerbeschule in Freiburg. Dass die daraufhin veranlassten Einsätze viel Geld kosten und bei Feststellung der Täterschaft auch von diesen Personen bezahlt werden müssen, bedenken sie wahrscheinlich nicht.
    Erste Ideen:
    > Grundsätzlich bitte ich Erziehende über den Nutzungs-Umfang und die Nacharbeit von Medien-Nutzungen mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen nachzudenken.
    >”Elektronische Baby-Sitter” erweisen sich möglicherweise kurzfristig als entlastend. Langfristig haben sie sicher fatale Folgen – für die Einzelperson und für das soziale Klima.
    > Alle für Schule Verantwortlichen werden sich mit dem rasanten Wandel auseinander zu setzen haben: Wir sollten nach neue Antworten auf die neuen Herausforderungen suchen. Die Such-Bewegung um die Video-Präsentation “shift happens” von Karl Fisch kann dazu einen Anstoß gebe. (Eine deutschsprachige, etwas ältere Version findet Sie auch schon auf Youtube.) – Eine vermutlich neuere englische Version vom Herbst 2008 gibt es auch noch.
    > Eltern von getöteten Schüler/innen planen, eine kirchliche Stiftung «Stiftung gegen Gewalt an Schulen». Durch die Arbeit der Stiftung sollen Schulen in Deutschland sicherer werden, sagte Hardy Schober,
    Vorsitzender des «Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden». Kurzfristige Ziele seien die Veränderung des Waffengesetzes sowie das Verbot von sogenannten Killer-Spielen.

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Dieser Beitrag gehört zur Reihe “Profession Lehrkraft”:

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zuletzt überarbeitet am 7. Oktober 2011 / 10:19 Uhr zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

kostenlose Kalender-Vorlage 2009 zum Gestalten

Manchmal wundere ich mich darüber, was man im Internet dann doch nicht findet.

Meine Tochter wollte selbst einen Kalender für 2009 gestalten. – Dazu wünschte sie sich von ihrem Papa eine Vorlage für einen Wandkalender mit den Daten unten auf dem DIN-A4-Blatt und viel Platz zum Malen und Schreiben darüber.

Für dieses Jahren 2008 hatten sie einen für unsere Familie in der Schule im Rahmen eines Projektes hergestellt (dritten Grundschuljahr). Dieser Wandkalender mit einem Gedicht für jeden Monat und ihren Zeichnungen hat uns ein ganzes Jahr lang immer wieder Freude gemacht. Jeder Monatswechsel war spannend.

Da lag es nahe, diese Geschenkidee weiter zu nutzen.
Selbstverständlich gibt es Foto- oder andere Kalender für gutes Geld im Handel zu kaufen. – Sie waren aber nicht genau das, was meine Tochter sich wünschte. Und teuer empfand ich sie auch.

Ich war auch der irrigen Meinung, ich könnte eine Vorlage im Netz finden und einfach für ihre Wünsche umbauen. Ich musste lernen, dass eine solche Vorlage nicht leicht zu finden ist. Nach einiger Zeit der Recherche gab ich die Suche auf.

2009_kalender_vorschau

2009_kalender_vorschau

Schließlich blieb mir nicht anderes übrig, als selbst ein Format zu entwerfen und die Daten einzutragen. Dabei habe ich die christliche Wochentags-Zählung (Beginn mit dem “ersten Tag der Woche”, dem Sonntag) und die Feiertage für Baden-Württemberg, wie sie bei uns in der Familie begangen werden, berücksichtigt. – Da diese Vorlage für einen Kalender im WORD-Format vorliegt, kann jede und jeder selbst ändern, ergänzen und eintragen, was für die eigenen Vorlieben passend erscheint. (Zum download hier klicken.)

Es freut mich, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit dieser Vorlage hier mit der Kommentar-Funktion mitteilen.

Viel Spaß damit!

Feedback von Schüler/innen einholen

Schuljahresende ist ein günstiger Zeitpunkt.

Das nahe Ende des Schuljahres ist eine günstige Zeit, sich von ausgewählten Lerngruppen eine Rückmeldung ein zu holen. (In der sozialwissenschaftlichen Fachsprache werden solche Rückmeldungen als “Feedback” bezeichnet.)

Anonymität hilft der Wahrheitsfindung.

Im Gegensatz zu den Empfehlungen für ein persönliches Feedback halte ich beim Feedback in der Schüler-Lehrer-Beziehung Anonymität für sinnvoll. So kann schon die Idee, eine Rückmeldung hätte (langfristig) Auswirkungen auf die Leistungsnoten, im Keim umgangen werden.

Formalisierte Fragebögen ermöglichen bei wiederholter Anwendung die Einordnung.

Durch die mehrmalige Verwendung formalisierter Fragebogen-Formen kann die Lehrkraft im Laufe der Jahre zwischen Gruppen und Konzepten vergleichen und so die Rückmeldungen der Schüler/innen-Gruppen besser einordnen.

Vorschläge können hier auf Ihren Rechner herunter geladen werden:
Bitte beachten Sie das Copyright und geben bei Verwendung oder Abänderungen bitte die Quelle an. Danke.

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Zuletzt überarbeitet am 17. Oktober 2011 / 18:18 Uhr          zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht

Literatur und Medien zu “lernen”

Einige kommentierte Empfehlungen zum Themenbereich “lernen”:

Vom Kauf über die Links (die meisten Medien-Titel sind mit buecher.de verlinkt) profitiere ich mit einer Provision, aus der ich mittelfristig die Kosten für die Website refinanzieren möchte.
Vielen Dank dafür, wenn Sie von hier aus einkaufen.

Joachim BAUER: Das Gedächtnis des Körpers
Soziale Umstände bestimmen wesentlich unserer Wohlbefinden – endlich ist dies auch wissenschaftlich belegt.
München: Piper Verlag, erweiterte Taschenbuchausgabe: 5. Aufl. 2005
Wir lernen auch aus Beziehungs- oder Gewalterfahrungen! J. BAUER beschreibt viele Alltagserfahrungen und ihre möglichen Auwirkungen und zeigt schließlich Heilungsmöglichkeiten auf.

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Manfred Spitzer: Lernen
Gehirnforschung und die Schule des Lebens – empfehlenswert
Heidelberg – Berlin: Spektrum Akademischer Verlag, (2002) Neuausgabe 2007
Ein sehr empfehlenswertes Grundlagenwerk.
Ich finde es verständlich, sehr kenntnisreich und dazu noch unterhaltsam geschrieben!

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Joachim BAUER: Warum ich fühle, was Du fühlst
wie wir lernen zu fühlen und mitzufühlen
Hamburg: Hoffmann und Campe, 2005
Die neurobiologische Erklärung, warum wir mit anderen lernen mitzufühlen und vorherzusagen, was sie wahrscheinlich tun werden oder wie sie sich fühlen. Wichtige Kenntnisse für sozial oder gesellschaftlich Interessierte.

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Manfred Spitzer: Selbstbestimmen
Gehirnforschung und die Frage: Was sollen wir tun? – wieder zu empfehlen

Heidelberg – Berlin: Spektrum Akademischer Verlag, (2004), 2008Die Weiterführung der grundsätzlichen Darstellung des aktuellen Forschungsstandes. Hier werden die Fragen der menschlichen Freiheit und Verantwortung grundlegend bearbeitet.

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Unter dem Kürzel “Accelerated Learning” zeigt sich eine missionarisch auftretende Bewegung, die den aktiven Aneignungs- und Gestaltungsprozess betont und dazu methodischen Wege aufzeigt:
MEIER, Dave: Accelerated Learning
Handbuch zum schnellen und effektiven Lernen in Gruppen.


(Edition Neuland) Bonn: managerSeminare Verlags GmbH, 2004
Verständliche Zusammenstellung vieler Ideen – gehobener Preis

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Werner MERZIG / Martin SCHUSTER: Lernen zu lernen
Lernstrategien wirkungsvoll einsetzen.

Lernstrategien wirkungsvoll einsetzen.
Berlin – Heidelberg – New York: Springer, 6. verb. Aufl. 2003 (1982)
Eine kenntnisreiche Zusammenstellung “klassischer” Lernmethodik. Lernen wird realistisch als Arbeit vorgestellt, viele nützliche Vorgehensweisen

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Manfred Spitzer: Achtung Bildschirm!
Der Autor fordert zu einer sorgfältigen Unterscheidung bei der Auswahl der Inhalte für unserer Gehirn auf.

Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft.
Stuttgart – Düsseldorf – Leipzig: Ernst Klett Verlag, 2005
Welche Folgen haben Bildschirmkonsum aus der Sicht der aktuellen Lernforschung?
Fernsehen und Video-Spiele werden als Training aufgefasst und die Folgen dramatisch beschrieben.
Stark vereinfacht:
Fernsehen im Kindesalter macht dick, dumm und gewaltbereit.
Leider korrelieren auch Fernsehkonsum im Jugendalter und schlechte Bildungsabschlüsse.
Eine schnelle Zusammenfassung können Sie als pdf-Datei von der Homepage des Zentrums für Neurowissenschaften und Lernen in Ulm herunterladen.
Viele Praktiker, die mit Menschen erziehend arbeiten, ahnten schon lange, dass hier eine große Welle von Problematiken auf die zukünftigen Generation zukommen wird.
Hier fasst ein Wissenschaftler verfügbare Daten der internationalen Forschung zusammen und begründet seine drastischen Handlungsempfehlungen – parallel zur Entwicklung im Umweltschutz: Bewusste Diät und Einschränkung und politische Regelungen wie ein Verbot bestimmter Spiele.

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Susann Pásztor / Klaus-Dieter Gens: Ich höre was, das du nicht sagst
Gewaltfreie Kommunikation in Beziehungen
Hier wird eine “Fremdsprache” zum Erlernen emfohlen: gewaltfrei und mitfühlend.

Dieses Büchlein führt auf unterhaltsame und anwendungsnahe Weise in die „gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall B. Rosenberg ein und fasst wichtige Erkenntnisse gut zusammen.

Die Beispiele aus den Gesprächen zwischen Liebes-Paaren und Lebenspartnern sind realitätsnah und teilweise drastisch typisch.
Eine gelungene und praxisnahe Zusammenfassung. Sehr empfehlenswert!
Günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis

Diese Quellen habe ich in einem  Grundsatzartikel zum Thema “Wie wir lernen” aus meiner Sicht zusammen gefasst.

Weitere Medien-Empfehlung zum Thema:

  • Herr Plassmann & Prof. Schmitt von der Universität Duisburg-Essen haben eine interaktive Umgebung zum Thema Lernpsychologie geschaffen. Sehr empfehlenswert.
  • Der Hochschullehrer Beat Döbeli Honegger von der Pädagogische Hochschule Zentralschweiz – Schwyz – Institut für Medien und Schule (IMS) hat Reflexe seiner persönlichen Lernprozesse in Beats Biblionetz veröffentlicht: Sehr anregend und empfehlenswert.
  • Themenseiten der ard: Das Wunderwerk in unserem Kopf: Das Gehirn (mit Podcasts , Videos und weiteren Links)

zuletzt überarbeite: 10. April 2011                       zur druckerfreundlichen Ansicht zur druckerfreundlichen Ansicht